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Milos ist eine Art serbischer John Holmes. Er kann auf eine beachtliche Karriere als Pornodarsteller zurück blicken. Besonders sein Stehvermögens und sein enormes Genital haben ihm in der Szene einen Namen verschafft. Doch nun will Milos häuslich werden, sich Frau und Kind widmen und der Pornoindustrie den Rücken kehren. Regisseur Vukmir ist äußerst erpicht darauf, Mikos ein letztes Mal für eines seiner Projekte zu gewinnen. Einen „Kunstfilm“, wie er es nennt. Da die Gage stimmt, willigt Milos ein. Das Konzept des Films sieht vor, dass Milos ohne Vorkenntnisse oder Vorbereitung in die jeweiligen Szenen einsteigt.

Wie kann man rechtfertigen, diesen Film gut zu finden? Das ist im Grunde nicht möglich, wird hier doch beinahe jede erdenkbare sexuelle Perversion, darunter Sex mit Kindern, Sex mit Leichen, Sex mit einem Neugeborenen, dargestellt. Der Film ist durch und durch pervers, das steht völlig außer Frage. Gehen Filme, wie EX DRUMMER, ANTICHRIST oder HUMAN CENTIPEDE schon überaus weit, A SERBIAN FILM geht weiter, zumal er seinen Inhalt nicht mit verfremdenden Elementen, wie Klamauk oder dem Abdriften ins Phantastische oder Übertriebene, verdünnt. Derart kranker Scheiß spielt sich auf unserem Planeten in eben dieser oder noch krasserer Form leider wirklich ab, das muss man leider so sagen. Das Gezeigte unter dem Deckmantel der Kunst zu verkaufen, ginge auch weit über die Grenzen der Geschmacksverirrung hinaus.

"The Right Hand Is the Sex Centre in Any Man. It's a Direct Line between Your Brain and Cock, Ever since your childhood. Your Hand Is Special for It Has Jerked Such a Special Cock. Milos, it's an Honour to Shake a Hand to Such an Artist of Fuck."

Der Film kombiniert Sex mit Gewalt und steigert sich in einen völlig abartigen Blutrausch. So trifft der ahnungslose Milos in seinen ersten Szenen auf wehrlose, gefesselte Frauen, teilweise Minderjährige, aber durchwegs hübsche Damen, die er züchtigen und beschlafen muss. Von Szenen zu Szene dreht der Film die Daumenschrauben an und steigert sich in seiner Perversion. Geboten werden geile Miezen, wahre Diora Baird-, Brianna Banks-Schlampen, die richtig pornomäßige Posen drauf haben. Es wird gestoßen bis der Arzt kommt und weit darüber hinaus. Anfangs nur mit leichten Sado-Einschlägen, ein erotischer, betörender Aspekt ist also nicht abzustreiten. Dass sich dann in der Hose was regt, passiert nicht unbedingt gewollt, doch es passiert. Wenn dann jedoch extreme Gewalteinwirkung die Szene kippen lässt (und jede X-Szene endet blutig) und Close Ups auf verstümmelte Vaginas und zerschlagene, bluttriefende Gesichter folgen, sitzt man als triebgesteuerter Mann, beinahe als Opfer seiner selbst und seiner Triebe, mit halbsteifem Lummel vor der Glotze und wünscht sich nichts sehnlicher, als dass sich dies Latte möglichst bald erweichen möge.
Milos trennt unter Drogen gesetzt einer Partnerin beim Liebesakt den Kopf ab, fickt einem Kerl in die Augenhöhle… Mit halbsteifem Lümmel derartiger Gewalt ausgesetzt zu sein, ist nicht unbedingt angenehm. Da kommt man sich selbst schon leicht pervers vor. Aber ist man das nicht vielleicht sogar, wenn man sich so einen kranken Scheißfilm reinzieht?

"A Real Happy Serbian Family“

Objektiv betrachtet handelt es sich bei A SERBIAN FILM just um einen widerwärtig perversen Gewalt-Porno, ein orgiastisches Snuffmovie, bei dem zwar alles nur fake, aber dennoch realistisch genug dargestellt wird, um die Kotze zum Brodeln zu bringen. Torture-Porn, wie ihn nicht einmal AUGUST UNDERGROUND und MORDUM, sexuelle Abgründigkeit wie sie nicht einmal NEKROMANTIK und 120 TAGE VON SODOM zu Stande brachten.
Auf der anderen Seite ist A SERBIAN FILM ein Film, der uns auf eindrucksvolle Weise darstellt, welch triebgesteuertes Wesen der Mann im Grunde eigentlich ist. Hintergründig prangert der Film nämlich Dinge, wie den sexuellen Hedonismus und die mangelnde Steuerfähigkeit der Libido des westlichen Menschen, an, alles Dinge, die er vordergründig glorifiziert und feiert.

Sex: (+)(+)(-)(-)(-)
Story: (+)(+)(+)(-)(-)
Gewalt: (+)(+)(+)(+)(+)
Perversion: (+)(+)(+)(+)(+)[(+)(+)(+)(+)(+)]
Unterhaltungswert: (+)(?)(?)(?)(?)

Wohl einer der kontroversesten Film des Jahrzehnts. Muss jeder selbst wissen, was er davon hält. Entweder man fühlt sich verstört, misshandelt, unangenehm berührt oder man schaltet nach zehn Minuten aus. Kalt lassen dürfte der Film niemanden, der den Mut aufbringt, sich ihm zu stellen.

"LOS, FICK SIE TOT!!!"

Fazit:
Swagger On A Zillion! Ein Film, der einen tief in seine sexuellen Phantasien verfolgt. Kränker geht kaum.

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