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Nachdenklich machend, sozialkritisch, bewegend, Kunst? Sicherlich nicht! Eher völlig geisteskrank und abartig. Eine Verarbeitung und Verurteilung von Umständen die anprangernswert sind, funktioniert nicht in jedem Falle mit einer Zur-Schau-Stellung, denn diese wird schnell zur bloßen Plattform eben jener verirrten Seelen. Wer hier irgendetwas positiven oder gar Gefallen findet sollte mal darüber nachdenken sich selber einzuweisen. Anti ist anders. Solche Filme lassen eher andere $Beweggründe$ vermuten.
7
Kranker Beitrag zum Thema Verrohung, Sexualisierung und Perversionen in dieser Welt. Sehr ernst gemeinter Beitrag aus Serbien. Klasse Film, der schonungslos die Qualen der Opfer darstellt, mich hat der Film nicht geschockt, etwas angeekelt und damit auch verdeutlicht, dass jeder der Ekel empfindet zu einem anderen Zeitpunkt, ein Rad in diesem Teufelskreislauf darstellt, hier angeeckelt ist aber irgendwo anders erregt. Extrem gut fand ich einige düstere puristische Bilder und den dunklen und atmosphärischen Soundtrack. Pervers und unnötig detailliert fand ich die Kinderpornoszene, wo ein Säugling Opfer von Kriminellen wird. Sonst schockt der Film nicht wirklich, aber er zeigt in aller Härte die Grenzstellen der Legalität. Fazit: Sozialkritischer Film, der ohne wirkliche Härten daher kommt, aber zu überzeugen vermag, wegen seiner gut verarbeiteten Handlung.
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Wahrscheinlich bin ich zu abgestumpft, um noch jemals von einem Film geschockt zu werden, aber ich hatte mir von diesem Thriller, der auf Festivals für so viel Furore sorgte und um den Internetseiten wie Bloody-Disgusting mit manipulativen Reviews einen Hype veranstaltet haben, viel mehr versprochen. Kontrovers ist er allemal und grimmig auch. Aber er ist trotz einer beachtlichen Bandbreite an Perversionen nicht die ultimative Depressions- und Tabu-Bombe, als die er hingestellt wird. Da gibt es weitaus Schlimmeres. Mir gefielen die ersten 50 Minuten wegen des geschickten Spannungsaufbaus und der starken Dialoge; Meine Erwartungen stiegen, wurden letztlich aber nicht erfüllt. Ich nehme es dem serbischen Regisseur aber durchaus ab, dass sein ruppiges Werk als eine ernst gemeinte Parabel auf die schlimmen Zustände in seinem Heimatland gedacht ist.
7
Viele Leute finden den Film anstößig, meinen er beruht nur auf Schock und hat sonst keinen Wert. Was mich betrifft würde der Film sicher auch ohne die Splatterszenen funktionieren. Im Gegensatz zu vielen heutigen Horrorfilmen gibt es einen glaubwürdigen Protagonisten (einen richtigen Menschen), mit einem mehrdimensionalen sozialen Umfeld. Die Landschaftsaufnahmen und die Kameraführung sind sehr stimmig, wie auch der Soundtrack und die sonstige schauspielerische Leistung. Sehr überzeugend.
1
Wie ein Serbischer Bohneneintopf, von allem etwas drin. Ein wenig 8mm, 'ne Prise Hostel, 1 Eßl.Irreversible und 1 Messerspitze Frontiers...dazu, zwanghaft auf Tabubruch getrimmt, ohne dabei ein stimmiges Bild abzugeben. Unterm Strich bleibt 'ne Rakete mit Knallfrosch-Effekt. Eine längere Rezension wäre in dem Fall, die reinste Zeitverschwendung - leider ! 1/10
1
Eigentlich ist der Schund den Kommentar nicht wert, aber ich will trotzdem von diesem Machwerk abraten. Der Film ist über weite Strecken komplett öde, oft lächerlich überzogen und besonders dieser krasse Wille irgendwelche Tabus zu brechen, ohne dass dahinter auch nur ein Hauch erkennbare Intention steckt, ist geradezu pubertär dämlich. Schockierend fand ich den Film nicht, weil es überhaupt keine Möglichkeit gibt die unglaubliche Distanz zu dem Geschehen abzubauen. So bleibt einfach nur Kopfschütteln und Lachen angesichts der Absurdität und unglaublichen Geschmack- und Stillosigkeit dieses "Films". Absoluter Totalausfall, den man am besten ganz schnell wieder irgendwo vergräbt.