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Godzillas Schwippschwager

Eine der ersten glasklaren, ungenierten, westlichen „Gojira“-Kopien. Aber auch überdeutlich in der Tradition vom 1925er „The Lost World“. Und selbst wiederum den zweiten „Jurassic Park“ z.B. inspiriert. Eindeutiger kommen mahnende Antiatomkraftbotschaften nicht. Nicht unbedingt Nessie, wie man es kinderfreundlich kennt… Über einen massiven Behemoth aka Langhalsdino, der sich Jahrtausende unter Wasser gehalten hat und durch radioaktive Umweltverschmutzung durch uns Menschen nun in neuem Glanz erstrahlt und Kurs auf den Picadilly Circus nimmt…

Das Monster, das (Dr.) Bigfoot tötete und Hitler Angst machte

„Das Ungeheuer von Loch Ness“ aka „The Giant Behemoth“ ist klassischstes 50er-Jahre-Monsterkatastrophenkino der warnenderen Sorte. Sehr britisch, etwas steif, lange Zeit werden nur tote Fische gezeigt und Blutproben gecheckt. Da braucht man trotz übersichtlicher Lauflänge enorm Geduld. Wenn dann das langhalsige Monster endlich Großstädte angreift, sieht das für die Zeit und Technik und Art aber ordentlich aus und macht Spaß. Insgesamt fehlt es diesem dinosaur on a destruction spree aber an Alleinstellungsmerkmalen, Spannung und vor allem menschlichen Figuren, die man einigermaßen kennenlernt, mag, mit denen man mitfiebert. Und wenn man nur für die Zerstörung und das Chaos gekommen ist, dann gibt’s auch davon nur überschaubar viel. Deswegen kann ich trotz guter Absichten und noch immer (!) mehr als akuten, aktuellen, wichtigen, auch auf andere Krisenherde übertragbaren Botschaften keine allzu gute Bilanz ziehen. 

Stopmotionsaurier in der Themse

Fazit: solider britischer und mahnender radioactive monster movie - mit selbst für die 50er und seine Laufzeit etwas wenig Highlights auf dem Weg zum zerstörerischen Showdown! 

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