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Angela (Melissa Reneé Martin) wird von ihrer älteren Schwester Kristin (Erinn Carter) zu einer großen Versöhnungs-Party eingeladen, da die Stimmung zwischen den Geschwistern seit geraumer Zeit eisig ist. Mit ihrem von Albträumen geplagten Freund Charlie (Jamie Gannon) macht sie sich auf zur noblen Villa, wo die Feier stattfinden soll. Bevor der Spaß beginnt, ist er auch schon zu Ende, denn plötzlich taucht ein maskierter Mörder auf, der mit seinem Arbeitsgerät eifrig sticht & schlitzt.

Hey, dieser auf der Scream-Welle surfende, von David DeCoteau angeblich in vier Tagen runtergekurbelte Neo-Slasher ist ja gar nicht mal so gut. Ursprünglich hätte er ja Final Scream heißen sollen, aber da hatte Dimension Films was dagegen. In Mexiko hieß er dafür Scream 4. DeCoteau mag wenig Zeit gehabt haben, aber er fährt in seinem nicht mal 80 Minuten langen Folm (fast) alles auf, was das Genre auszeichnet. Wir haben:

Eine dunkel gekleidete Gestalt mit Maske & Messer, eine Gruppe prächtiger Unsympathen, die sich sehr dämlich verhält & nach & nach dezimiert wird, ein paar falsche Schocks & Jump-Scares, einige blutspritzende Kills, eine Duschszene (zur Abwechslung mal mit einem Burschen), eine erstklassige Super-Bitch, laute Spannungsmusik, Blitz & Donner (es gewittert quasi den ganzen Film durch), nette Wendungen sowie einen völlig beknackten Rache-Plan, der fast schon parodistische Züge hat.

DeCoteau setzte den mit etwas bösem Humor angereicherten Unfug immerhin schick & flashig in Szene, wenngleich er es verabsäumte, dem Geschehen, das in ein doppelbödiges Ende ausklingt, Spannung einzuhauchen. Ich sag mal: Nicht gut, aber gerade noch so passabel.

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