Review

Afghanistan heute. Während andauernde Kämpfe das vom Krieg zerrissene Land erschüttern, wird eine Einheit von U.S.-Soldaten abgestellt, um eine strategisch wichtige Straße, die an einem verlassenen Steinhaus vorbeiführt, zu erobern und unter ihre Kontrolle zu bringen. Unterwegs entdecken die Soldaten tief in einer geheimnisvollen Schlucht versteckt eine antike Statue. Als sie das Relikt für Schießübungen missbrauchen und dabei zerstören, setzen sie unabsichtlich eine rachgierige übernatürliche Kraft frei, die einen erbarmungslosen Krieg gegen die Männer führt.

Endlich lernen wir auch mal die mißratene Verwandtschaft der bezaubernden Jeannie kennen, denn das Übel das über die sieben Zwer.., äh Soldaten kommt ist ein leibhaftiger Dschinn (immerhin mal ein neuer Gegner im Monterhorroreinerlei), der zwar prinzipiell körperlos ist, sich aber in lebende Körper einnistet und deren Handlungen beeinflußt, allerdings widerspricht sich hier der Film gelegentlich selber, denn gegen Ende kann er sehr wohl in physischer Form agieren und einen der GI´s in den Wüstenboden zerren.
Etwas unglücklich geraten ist dabei allerdings die Erzählstruktur, Red Sands wird als Rückblende erzählt und wir sehen in der ersten Szene schon wer überleben wird, was das mitfiebern der nächsten 85 Minuten doch reichlich überflüssig macht. Natürlich gibts noch einen Schlußtwist, aber das einzig spannende ist dann lediglich nur die Reihenfolge in der die Desert Storm Trooper in den heißen Wüstensand beißen. Allerdings ist der Start meiner Meinung nach noch der beste Teil des Films. Zunächstgibts einen konventionellen Angriff auf einen Militärkonvoi. Durch gelungene Kameraarbeit gelingt sogar ein atmosphärisches Bedrohungsszenario aufzubauen. Der Score suggeriert Gefahr und der Zuschauer wartet beinahe greifbar darauf das der fiese Talibangeist seine Klauen endlich ausstreckt.
Nur leider bleibt es beim warten, denn bis wirklich mal was passiert vergeht sehr viel Zeit und auch dann nicht sonderlich spektakulär. Der Dschinn beschränkt sich lediglich darauf die Männer mental zu verstahlen und manipulieren, so daß sich die Truppe gegenseitig an die Gurgel geht. So richtiger Horror findet nur physisch statt, wenn sich einer nach dem anderen seinen Wahnvorstellungen hingibt und sinnlose Sachen macht. Schade, nach gutem Start, das Potential verschenkt, auch die beschränkte Location der verfallenen Hütte am sprichwörtlichen Poppes der Welt nutzt sich irgendwann ab, so das nur noch Durchschnitt übrig bleibt.
5/10

Details
Ähnliche Filme