Review

Inhalt:

China, vor vielen Jahrhunderten. Der KungFu-Kämpfer Kung Shi Ya (Li Lung-Hua) und die so schöne wie spröde Si Pei Pei (Polly Shang Kuan), eine ebenso wehrhafte KungFu-Fighterin, begegnen sich im Zentrum einer Stadt. Sie tun sich zusammen..., 20 Jahre zuvor wurden 9 von 18 wertvollen Jadefiguren entwendet..., Si Pei Pei will diese wiederbeschaffen.

Kung Shi Ya wird immer wieder überfallen, und muss sich zur Wehr setzen. Die Witwe (Chiang Ching-Hsia) des Fürsten Wong Chung Wei will den Tod ihres Mannes rächen..., und hierfür Kung Shi Ya, der diese Rache bewerkstelligen soll, engagieren.
Wong Chung Wei wollte sich einem Duell mit dem Kämpfer Ku Ying Pong (Lo Lieh) stellen..., und wurde hinterrücks erstochen. Alle halten ihn für tot, und Ku Ying Pong für den Mörder!
Der Mord muss mit der linken Hand ausgeführt worden sein, und Ku ist Linkshänder.

Bei ihren Ermittlungen aber stoßen Kung Shi Ya und Si Pei Pei auf Ungereimtheiten..., schließlich bezichtigt sich der Diener Wongs, Yi (Tung Li), der Tat..., es kommt zum Kampf mit Kung, Yi stirbt, doch kann er nicht der Täter sein, da seine linke Hand verkrüppelt war.
Auch Wongs Tochter (Fan Dan-Fung) gibt vor, ihren Vater getötet zu haben, sie stirbt von eigener Hand.

Doch ist Wong Chung Wei (Chang Yi) wirklich tot...? Oder handelt es sich um eine eingefädelte Intrige? Denn Wong ist der Mörder an der Familie von Si Pei Pei...!


Fazit:

1978 drehte Regisseur Cheung Chieh für die Studios von "Tin Ping Films Co." und "Fortuna Films Co." in Hongkong diesen insgesamt unterhaltsamen, bunten Abenteuer-Eastern mit der schönen und agilen Polly Shang Kuan in der Hauptrolle.
In hell-klaren Bildern gehalten, satten Farben und gelungener Ausstattung, eine richtige Eastern-Atmosphäre erzeugend, erzählt Cheung Chieh eine eigentlich einfache Story leider ziemlich verworren und nicht immer strikt-stringent.

Das ist das Manko dieses trotzdem flott unterhaltenden Films, dass die Storyline etwas konfus und oft zu unklar hier dem Betrachter offeriert wird. Okay, man kriegt das noch so ungefähr auf die Reihe..., als sich zum Schluss die Dinge auflösen, aber auch dies dann so, dass die Figuren irgendwie irrational in ihrem Handeln wirken, die Story um 9 entwendete Jadefiguren, plötzlich auftauchende und wieder verschwindende Killer, Nonnen und Mönche, vergangene Mord- und Familien-Konstellationen und daraus resultierende Rache-Motive, sich dem Zuschauer nicht immer so recht erschließt..., so nach dem Motto: Hauptsache es wird gekämpft..., und die Gewalt bricht los. Na ja.
Vielleicht liegt es ja auch an der mir vorliegenden deutschen Fassung dieses Streifens..., die vor allem zum Schluss etwas kurios geschnitten erscheint. Eine originäre Uncut-Version könnte höher zu bewerten sein.

Doch das Tempo ist hoch..., die KungFu-Fights zahlreich, langweilig wird es nicht, manches ist unfreiwillig lustig, die Tricks schön trashig, und die Darsteller agieren agil.
Allen voran der männliche Haupt-Akteur Li Lung-Hua, der alles gibt, um im Wirrwarr den Überblick zu behalten, und ein klasse KungFu-Fighter ist.
Und Polly Shang Kuan, die hier 30jährige Actrice ist auf dem Höhepunkt ihrer Attraktivität..., bisschen viel Kajal, aber seit ich eine neue Freundin habe, die auch so ein Make-Up verwendet, finde ich das ganz reizvoll.
Polly ist der Star des Streifens, reißt mit ihrer süperb-agilen KungFu-Technik (watch her kicks!) und ihrer wieder voller Selbstbehauptungswillen und gerissener Schläue steckenden Mimik die Sache hier raus.

Chang Yi gibt seiner Figur des typischen White Hair-Villain die richtige, skrupellos-bösartige Würze, zuzüglich dämonisch-diabolischer (Synchron-)Stimme. 
Lo Lieh´s Rolle ist leider eher sporadischer Natur, und Lung Fei sowie Phillip Ko haben kurze Gast-Auftritte. 
Es kommt also doch einiges an Eastern-Prominenz hier in "The Eighteen Jade Arhats" zusammen. 

Wichtigstes ist natürlich die KungFu-Action, wild-rasante Fights mit Tricks garniert... auch auf großen Kugeln und Bambus-Stäben wird balanciert, manches ist in den Aktionen und im Filmschnitt leider etwas hektisch geraten..., wohl dem hohen Tempo und dem Trash-Faktor des Streifens geschuldet.

"Die 18 Jadekrallen der Shaolin" ("The Eighteen Jade Arhats")..., irgendwie ein typischer "Polly-Eastern" im Fahrwasser ihrer späten Werke wie "Die Todeskämpfer der Shaolin" (siehe mein Review auf dieser website)..., die Story ist wenig strikt-stringent, die Tricks trashig, manche Aktion etwas hektisch, ...Tempo, Atmosphäre, Ausstattung und das KungFu aber stimmen.

Und so kann man sich als hartgesottener Eastern-Freak noch ganz gut amüsieren.
Das reicht dann noch für insgesamt knappe aber respektable 6/10 Punkte.

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