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Drei Irre töten "leichte Mädchen" auf bestialische Weise, um sie vorher in Bars, Diskotheken oder Massage-Salons aufzugabeln. Irgendwann bekommt einer des unheilvollen Trios Ärger mit der chinesischen Mafia, doch das Morden geht weiter...

Auch "Prositute Killer" wurde seinerzeit mit allerhand Vorschusslorbeeren geehrt. Dabei wird der Streifen seinem Ruf als übler Sicko nur sehr bedingt gerecht: Bis auf drei oder vier extreme Gewaltausbrüche plätschert alles mehr oder weniger handlungsfrei vor sich hin. Werden die Dirnen und ein Triadenboss nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen, so sind endlose Belanglosigkeiten und der Stilwechsel ins fast schon melodramatische Fach die unbefriedigende Antwort darauf.

"Weniger ist eben mehr" wäre schon damals das richtige Prinzip für die Massenproduktionen aus der Cat III.-Schmiede gewesen: Auch hier müssen ein reißerischer Titel, etwas exzessive Gewalt und das einstmalige Adelsprädikat des Hong Kong-Films ausreichen, um "Prostitute Killer" zu einem Kultstreifen zu machen, was er eigentlich gar nicht ist. Statt dessen kam nur ein weiterer Schnellschuss zustande, dessen permanente Spannungsarmut einem gehörig auf dem Wecker geht während tiefergreifende Charakterzeichnungen völlig außer Acht gelassen wurden.

Sicko-Fans dürften sich zudem an geschniegelten Atmosphäre stören und auch, dass dieser Low Budget-Reißer nichts wirklich Verstörendes an sich hat. 4 von 10 Punkten.

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