Wenn Regiedebütanten ihren ersten Zombiefilm drehen, geht in der Regel das Meiste des Budgets für die Effekte drauf, hier wahrscheinlich eher für das aufgemotzte Auto, einen Zombie-Crusher von 1974 mit umgebauter Stoßstange.
Leider bietet jener einer der wenigen Höhepunkte dieser neuseeländischen Komödie.
Zu Beginn spürt man noch die klaren Reminiszenzen an Vorbilder wie „28 Days Later“ und „Dawn of the Dead“, als die drei Freunde Morgan, Ash und Johnny durch die leergefegten Straßen ziehen und kurz darauf ein Kaufhaus aufmischen.
Soweit macht das Treiben zur Einführung der Charaktere einigermaßen Freude, man neckt sich, kramt alte Geschichten hervor und kann auf weiter Flur abspacken.
Als die drei ein wenig später eine junge hübsche Wissenschaftlerin aufgabeln und das Serum zum Flugplatz gebracht werden soll, geht es mit dem Ganzen hingegen steil bergab.
Denn der recht ziellos verlaufenden Geschichte wird nichts Interessantes entgegen gebracht.
Der Humor, der aus gegebener Situationskomik entstehen müsste, bleibt fast völlig auf der Strecke und der Versuch mit hartnäckiger Anmache und Fäkalwitzchen zu punkten scheitert gnadenlos.
Demgegenüber ist der Splattergehalt nahezu nichtig. Viele Szenen finden im Off statt, allenfalls fliegt mal ein Augapfel heraus oder wird ein Schädel gespalten, da sich die Typen überwiegend mit Baseball-Schlägern zur Wehr setzen.
Immerhin geht das Tempo in Ordnung, ab und an müssen Einzelne („Das war meine Freundin“) oder kleine Grüppchen von Untoten bekämpft werden, was zwar nie spannend, aber zumindest turbulent abläuft.
So durchstöbert man einen CD-Laden, inspiziert eine Kirche, entnimmt im Hospital das Serum und muss einen Generator im Keller in Gang bringen.
Gegen Ende gingen dann völlig die Ideen aus. Da ist die Bruchlandung eines kleinen Flugzeugs sehenswert, doch die Entwicklung der letzten Überlebenden und der offene Ausgang untermauern, dass es hier offenbar keinen roten Faden gab oder die Kohle ausging.
Da ist nur eine Sache innovativ, denn man dürfte bisher wohl noch keinen Zombie am Fallschirm gesehen haben.
Ansonsten gibt der Streifen zu wenig her, um wirklich in seinen Bann zu ziehen, auch wenn die Darsteller mit sichtlicher Spielfreude agieren und einige Schnitte und Szenenübergänge von Fantasie zeugen und auch die Songauswahl nicht die schlechteste ist.
Doch an der Vielzahl eingespielter Stücke ohne wirkliche Handlung zeigt sich, wie stark man auf Lückenfüller zurückgreifen musste, um die Laufzeit einigermaßen voll zu bekommen.
Letztlich geht es also nur darum, wie sich drei, später vier Leute gegen klassische Untote durchschlagen, wobei man auch diese schon weitaus besser in Szene gesetzt bekam.
Zu ereignisarm, überhaupt nicht markant und dazu noch fast völlig blutleer, - kann man nebenher sehen oder gleich weglassen.
Knapp
4 von 10