Review

Wieder mal die alte Mär vom Killer, der sich verliebt und an seinem Job zu zweifelen beginnt, diesmal als mediokres B -Movie mit einigen guten Ansätzen, aber auch zuviel schwammigen Gedröhns und zwischenzeitlichen Längen.
Der Killer AK [ Max Mok ] verliebt sich dabei noch nicht einmal richtig, sondern eine bestimmte Frau [ Joey Man ] macht ihn nur wuschig. Dabei kennt man sich nur - zumindest in dem Bereich bringt der Film Erneuerungen - aus dem Internet, vom Chatten nämlich. Das ist vielleicht auch besser so, das Mädel arbeitet nämlich ebenfalls als Killer, und zwar genau für AK's nächstes Ziel, einen kriminellen Geschäftsmann [ Hugo Ng Toi-yung ], der seinerseits seine Leute auf AK ansetzt. Ausserdem klinkt sich noch ein Cop - Pärchen [ Danny Lee, Kang Yung Sik ] mit ein.
Soweit, so gut, Film ist auch angemessen kurz, stösst aber trotzdem leicht in Schwierigkeiten vor, aus der sattsam bekannten Geschichte lässt sich nichts mehr herausholen. So laufen sich das verhinderte Pärchen immer mal über den Weg, treffen sich wirklich aber erst zum Schluss, vorher traut sich anscheinend keiner.
Ausserdem scheinen auch beide nicht wirklich Interesse am anderen zu zeigen, sie agieren nämlich sehr kühl, geradezu gelangweilt. Besonders Joey Man schiesst in ihrer Rolle den Vogel ab, jeder Komapatient ist lebendiger. Während AK nun anfangs erst die 3 Teilhaber vom Bad Guy ausknipst und das Mädel zwar den gleichen Auftrag bekam, aber immer das Nachsehen hat, wird dann viel auf der Mundharmonika geblasen, Mineralwasser getrunken und darüber geredet, dass man seit Jahren keinen Sonnenuntergang gesehen hat. Gechattet wird auch, dieses aber zum Glück knapp gehalten, da die Gespräche nicht übersetzt werden.
Irgendwann ist dann der Showdown und alle Parteien prallen aufeinander, die Sequenz ist angemessen gross inszeniert, zumindest gegenüber den doch sehr kleinen Einschüben vorher.
Actionszenen bzw ihre Ansätze davon sind auch soweit ganz ok inszeniert, sowieso sieht man die ganze Zeit des Bemühen von Regisseur Samuel Ho [ GANGS 2001, MAN WANTED 3 ] zumindest optisch was ordentliches abzuliefern, wenn man schon inhaltlich und tempomässig noch im 1ten Gang fährt.
Bei der Besetzung kommt ausgerechnet das Cop - Pärchen am besten weg, dieses gibt nicht nur ein sehr stimmiges Bild hab - fast wie Vater und Sohn - , auch Danny Lee selbst ist mal etwas lockerer als sonst, kann auch daran liegen, dass man ihn gedubbed hat.
Max Mok schaut zwar etwas älter als als üblich; dafür dass er bereits 40 Jahre zum Drehzeitpunkt war aber immer noch wie ein kleiner Schuljunge, passt auch nicht so wirklich. Joey Man langweilt sich sehr gut, Hugo Ng chargiert wie immer unausstehlich bis zum Erbrechen.
Scoremässig wird die ganze Zeit Eric Serra beklaut, viele Blautöne sollen wohl Atmosphäre vorspiegeln und THE KILLER wird einmal expliziert mit einer "Hommage" bedacht.
Von diesem ist er natürlich weitweit entfernt.

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