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Und da ist er wieder: Jason Voorhees, unser "kleiner" Junge vom Crystal Lake. Bei dem nun (Freddy vs. Jason nicht mitgezählt) 11. Teil der "Jason-Serie" sollte es sich um ein Re-make handeln... Nun ja, teilweise mag das auch stimmen, doch im großen und Ganzen könnte der Film auch irgendwo zwischen Teil  8 und 9, 9 und Freddy vs. Jasson (...) spielen, denn um ein Re-make im eigentlichen Sinne handelt es sich absolut nicht. Ich kann sowieso nicht verstehen, warum ständig alles als Re-make angepriesen wird, es sich aber viel mehr immer um einen neuen Film mit neuer "Story" handelt. Würde man den ersten Film neuverfilmen, würde Jason nicht auftauchen; das wäre viel zu langweilig; denn nochmal den ersten Teil der Jason-Reihe vorgesetzt zu bekommen wäre für "Jason-Fans" eine absolute Enttäuschung. Also wurde ein Film gedreht, der im Vorspann ein paar Schlusssequenzen des Originals neu erzählt, und dann kommt ein völlig neuer Film, der an Handlung mit dem ersten Freitag-Movie nix mehr zutun hat. Ich denke mal, dass man die Alte Reihe nicht weiterführen konnte, da man Jason ja schon im Jahre 2455 ins All geschickt hat, und man vielleicht nicht wusste, wie man Jason wieder in unsere Zeit zurückholen könne. Oder vielleicht wollte man einfach nur mit einem Re-make wieder auf Jason aufmerksam machen; denn das klappt ja wunderbar, denn der Film bricht im Moment alle Rekorde... Wäre dies mit einer einfachen 11. Fortsetzung auch so gut gegangen?

Nun ja, Jason ist wie gesagt "zurück" und lässt es wie wir es von ihm kennen schön krachen. Es wäre ja auch schade, wenn so herrlich beliebte, bitterböse Film-Bösewichte völlig aussterben würden, die uns schon durch so viele Jahre begleitet haben. An diesem ganzen Fortsetzungs-Kram kann ich nichts schlimmes finden; solange die Filme so ablaufen, und das "Niveau" halten, wie wir es von ihnen kennen. Doch hier kommen ein paar Probleme ins Spiel. Die Jugendlichen, die einer nach dem anderen abgemurkst werden sind bis auf wenige Ausnahmen strohdoof, unsympatisch und nerven mit den ewiggleichen Sex-Sprüchen wirklich ungeheuer. Aber gerade dass weckt ja die Agressivität in einem, und man ist dankbar, wenn Jason sich endlich um die Idioten kümmert ;)
Trotzdem hätte man die Geschichte etwas stilvoller gestalten können, um der Freitag-Reihe etwas mehr """seriösität""" zu veerleihen, ähnlich wie bei dem Re-make von "The Texas Chainsaw Massacre", welches ich um Längen besser finde, als das Original. Dich auch bei diesen Filmen kann man das Re-make und das Original nicht vergleichen. Trotzdem gefällt mir Michael Bay's Version viel viel besser. Michael Bay ist ja auch hier, beim Jason-Remake mit an Board, und da meine Meinung also vorgeprägt war, war ich mir sicher, dass er es wie bei TCM auch hier schaffen würde, einen geilen Film abzuliefern. Das ist zur Hälfte bestimmt gelungen, aber halt nicht völlig. Ich finde es total "asozial", dass am Camp Crystal Lake plötzlich Hanf wächst. Dass Jason gelegentlich einen Schritt schneller geht, finde ich jetzt nicht so schlimm, denn wie hier sooft kritisiert wird: Rennen tut er nicht. Im sechsten Teil lebt er auch auf schnellem Fuß; und es hat sich noch keiner negativ darüber geäußert. Aber wie gesagt: Rennen sieht anders aus, die meiste Zeit schleucht er wie gewohnt herum. Viel mehr stört es mich, dass Jason eine Geisel gefangen hält. Warum? Logisch, es treibt die Story voran, doch Jason hat bisher immer kurzen Prozess gemacht, und nicht wochenlang eine Geisel gehalten, in der Hoffnung Angehörige damit anzulocken. Das passt absolut nicht zu unserem alten Jason.

Die Kills sind wie wir sie kennen: Kompromislos, schnell, einfallsreich... und gut is'. Auch, dass Jason sich nicht auf seine Machete beschränkt ist nicht neu; denn in so gut wie jedem Film der Serie hat er ein paar spezielle Einfälle.  

Sonst lässt sich der Film kaum weiter beurteilen. Die Darsteller sind okay, das deutsche Synchro zum Glück auch; was will man mehr? Die Atmosphäre ist düster und unheimlich, auch wenn man inzwischen natürlich nicht wirklich mehr zu überraschen ist, wenn man weiß, wie der Hase bei den Jason-Filmen läuft. Trotzdem gibt es einen Moment, der dann doch geschockt hat... Ich sage nur: Kopf aus der Wand^^
Die Filmmusik ist super, die machen die Hetzjagden sehr spannend. Ein dicker Pluspunkt!

Jason wurde nun auch neues Leben eingehaucht. Gut so. Vielleicht hätte man sich etwas mehr Mühe geben können, was Story und Dialoge angeht, aber hey: Solange es nicht noch primitiver wird, is alles okay. Dann darf Jason gerne noch einige Male auftauchen... Ist doch immer wieder nett, ihn zu sehen ;)

7/10

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