Review


-->Die alten Horrorstars…
Der Remakewahnsinn scheint nicht aufzuhören und was haben wir Filmfans davon jetzt schon ertragen müssen?

Rob Zombie schenkte uns 2007 einen eher durchschnittlichen Neuversuch mit Michael Myers (Halloween-Remake). Ein Jahr zuvor ließ Alexandre Aja die Kannibalen, in dem sehr guten „The Hills Have Eyes - Remake“ (2006), durch die Wüste morden. Freddy Krueger darf in den nächsten Jahren wieder Teen-Träume blutig enden lassen. Und jetzt hat es Marcus Nispel geschafft, Jason Voorhees in die Neuzeit zu bringen.

3 Teile in einem?
Die Story ist Genre typisch leicht zu erzählen. Teens gelangen an einen Ort, wo sich ein Mörder aufhält und müssen um ihr Leben kreischen, rennen und vielleicht sogar kämpfen, falls der 1-Sekunden Mut hervorkommt.

Nispel sagte schon im Vornherein, es solle keine 1:1 Umsetzung werden. Dies ist wirklich toll, denn das sieht man ja schon bei anderen Hollywood-Remakes die ausländische Filme 1:1 kopieren und das wäre hier ja langweilig. Also bedient man sich an Teil 1-3 der alten Reihe und fügt selber nochmal anderes altbekanntes hinzu. 

Also fangen wir an…
In einer Minute wird Jasons Mutter schnell auf dümmste Weise getötet, wofür das Original einen ganzen Film brauchte. In 15 Minuten schlachten wir die erste Gruppe Jugendliche ab. Natürlich mit einem Sack als Kopfbedeckung. Bääm! Teil 2 wäre somit durch. Jason marschiert mal durch die Gegend und findet ein Haus, wo ein junger, „schlauer“ Mensch arbeitet. Hier findet er seine richtige (Eishockey) Maske. Genial! Ich erinnere mich an Teil 3!!!
Naja und dann geht die Tour weiter zur Gruppe Numero 2. Was hier passiert bleibt aber ein Geheimnis…

Marcus Nispel hats nicht drauf
Schon im Jahre 2003 durfte Nispel eine geniale alte Horrorreihe neu auflegen, die er meiner Meinung nach auch ganz schön verhauen hat. Wir reden von „Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre“. Schon dort setzte Nispel die Standard-Blödie-Teens ein. Im Kopf nur Luft, aber dafür „schön“ anzusehen. Schön in Anführungszeichen, weil das ja Relativ ist. Nur hier wurde es zur Perfektion getrieben.  Hier ist wirklich jeder der Jugendlichen ein Döddel. Standard-Typen wie der Schlaue, der Reiche, der Schwarze und der Nette sind aufzufinden und machen den Film eigentlich nur dümmer als er ist.  Die Mädels sind nur nettes Beiwerk zum Titten
raushängen.
Die Dialoge sind für das junge Publikum angepasst. Oder man denkt es zumindest…Naja…  

Und Jason erledigt den Rest
Die Morde werden unspektakulär und vorhersehbar eingeführt. Nur zum Ende hin wird es etwas besser. Die Effekte an sich sind ganz okay, aber hat man sowas nicht schon tausendmal gesehen? Leider ja. Von den vielen Morden haben mich vielleicht höchstens 2 beeindruckt. Da man zu jeder Zeit die Morde vorhersehen kann, stellt sich auch keine Spannung ein, was ja bei dem Original immer vorhanden war. Dies wurde auch durch den damaligen starken Soundtrack untermalt. Hier nicht… 

Fazit:
Dies lässt sich durch ein Zitat von einem der Opfer am besten sagen:
„Das ist voll die Scheiße, Mann! Das ist voll der Horrortrip!...Würg…Ahh“

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