Review

Die Kritik beruht auf dem ungeschnittenen Killer Cut mit einer Laufzeit von 102 Minuten!

Die deutschsprachige Bootleg-Variante des Killer Cut ist eine Mogelpackung, denn wesentlich mehr Kill & Thrill als in der Kinofassung gibt es hier nicht zu bestaunen. Mit fehlenden Dialog- und in die Länge getriebenen Sexszenen wird diese Fassung künstlich aufgeblasen, ohne auch nur ansatzweise den nostalgischen Charme des Originals aus dem Jahre 1979 einzufangen.

Mehr Sex und mehr Blut versprechen nicht unweigerlich einen Anstieg an Spannung, denn außer Bettakrobatik, Kiffen und spätpubertären Mätzchen, die gelegentlich von einigen ordentlichen Splattereinlagen unterbrochen werden, hat dieses Remake nicht sehr viel zu bieten. Sämtliche Motive aus der legendären "Freitag, der 13."-Reihe wurden in einem Film lieblos verwurstet und Regisseur Marcus Nispel erreicht nicht annähernd das Maß an Spannung und Dramatik wie in seinem "TCM"-Remake.

Erst gegen Ende nimmt der Slasher etwas an Tempo und Spannung  zu, Jasons Attacken wirken bedrohlicher und auch der Bodycount hält für den Zuschauer noch die eine oder andere Überraschung parat.

Bis es jedoch soweit ist, werden Darsteller wie Richard Burgi in unsinnigen Nebenrollen verheizt und die Zuschauer mit dümmlichsten Dialogen gestraft. Der banale Handlungsverlauf nimmt teilweise Züge einer Parodie an.
Bevor dieser halbgare Slasher jedoch gänzlich unterhalb des Durchschnitts verschwindet, zieht Nispel rechtzeitig die Notbremse an, um dieses mehr als sinnlose Remake an die Durchschnittsgrenze zu führen.

Als eigenständiger Teenie-Slasher wäre das Gemetzel noch ganz amüsant gewesen, als Neuverfilmung eines der bekanntesten und wegweisensten Slasher der Filmgeschichte ist das Endprodukt eine peinliche Katastrophe.

5 von 10 Macheten!

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