Auf der Suche nach seiner seit einem Monat verschwundenen Schwester Whitney zieht es Clay nach Crystal Lake, einer kleinen Stadt von der nicht weit entfernt auch das gleichnamige, geschlossene Feriencamp liegt. Doch seine Bemühungen sind vergebens, denn trotz intensiver Befragung der Bewohner der kleinen Stadt, kann er keine Hinweise auf den Verbleib Whitneys bekommen. Nur seltsame Hinweise auf ein schreckliches Grauen, das sich als Jason Voorhees herausstellt, welcher im geschlossenen Camp haust und eine blutige Spur hinter sich her zieht. Clay und einige in der Nähe des Sees Party machende Collegeteens müssen schon bald Bekanntschaft mit dem tötenden Riesen machen.
Heutzutage ist es ja Usus, das jedes Horror-Franchise, das etwas auf sich hält, sein modernes Gesicht genannt Remake bekommt. Andererseits Remake trifft hier nicht ganz zu, da die Charaktere sich ausdrücklich bereits auf die damaligen Vorgänge und die Geschichte von Jason Voorhees beziehen, ich denke Reboot des Franchises trifft es da genauer. Mit dem damaligen Regisseur Sean S. Cunningham und sogar Michael Bay haben gute alte Bekannte auf dem Produzentensessel Platz genommen, da kann man ja zumindest von ausgehen, das das keine billige Schnellschußproduktion darstellt.
Wenn man aber ehrlich ist, dann steht gerade die Friday Reihe jetzt nicht gerade für Innovation in Strömen. Wir hatten Jason, seine Machete und Eishockeymaske, einen Sack voll Teens zum blutig meucheln, mehr gabs im Grunde nicht, aber das reichte ja auch. Wer Lust auf einen Teenie Slasher hatte, für den hatte der gute Jason immer ein offenes Ohr. Die 2009er Version liefert dabei genau dieses. Große Innovationen sind nicht zu vermelden, es sei denn man zählt dazu, das Voorhees hier direkt mal so etwas wie Gefühle zeigt und in einer Szene sogar rennen muß, aber am Prinzip der Filme ändert sich wenig, außer das die Bilder schärfer und die Titten silikonverstärkter sind.
Ungewohnt ist da schon eher der Ablauf. Da bekommen wir zunächst fünf blöde Teens zu suchen, die im Wald eine Dope-Plantage suchen, nach zwanzig Minuten sind vier davon hinüber und eine verschwunden, nur um dann zu ihrem suchenden Bruder und dem nächsten Haufen Kinsköppe zu schalten und dann das Gemetzel nochmal neu zu starten. Nichts gegen einen hohen Bodycount, aber gelungenes Storytelling sieht doch etwas anders aus. Dazu sind die Figuren dermaßen deppert das es scheppert, aber gut, das gehört eben zu Freitag der 13., wie der rot/schwarz gestreifte Pulli zu Michael Myers (oder so ähnlich).
Für den gepflegten Slasher zwischendurch paßt das aber schon. Das Ganze ist zwar moderner gestaltet, aber sonst auch nicht viel anders als jedes beliebige Sequel. Andersrum gesagt, wer die Friday Reihe mochte soll reinschauen, wer nicht, der nicht.
6/10