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Im Mittelpunkt der Geschichte steht Hank, ein Mann (sehr vielschichtig dargestellt von Billy Bob Thornton), der sein Leben lang als Exekutionsvollzugsbeamter gearbeitet hat, dabei in seinem Denken entscheidend vom rassistischen Vater geprägt wurde. Hank provoziert den Suizid seines eigenen Sohnes (Heath Ledger), der genau wie er selbst, Gefühle lediglich bei festen Treffen mit einer Prostituierten ausdrücken kann. Danach jedoch lernt er die Witwe des Exekutierten (Halle Berry) kennen und es gelingt ihm, sich über seinen Vater hinwegzusetzen und sein rassistisches Gedankengut zu überwinden. Der Film thematisiert die Frage, ob aus einer solchen Problemkonstellation eine Liebesbeziehung entstehen kann...
Obgleich diese kurze Beschreibung des Inhalts anderes vermuten läßt, ist „Monster’s Ball“ doch ein Film der leisen Töne. Vor allem Billy Bob Thornton, den man u.a. in „One False Move“ schon weitaus impulsiver in Erinnerung hatte, gelingt es, seine Rolle äußerst sensibel und wenig aufdringlich zu gestalten. Wahre Gefühle werden gut nachvollziehbar dargestellt, jedoch ist der Film alles andere als der weit verbreitete Hollywood-Liebeskitsch. Hier handelt es sich um ein wirklich sehenswertes, düsteres Drama, das von Klasse-Schauspielern getragen wird und das Zeug hat, mal wirklich zum Nachdenken anzuregen. Ähnlich pessimistisch wie Paul Schrader’s „Der Gejagte“ – menschliche Schicksale werden schmerzhaft und dennoch nicht ohne Hoffnung geschildert. 7,5/10

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