Review

Spinnen des Todes , ein weiterer Teil der ‚Creature Features‘-Reihe, hat einen schlechten Titel. Dem Film tut dies jedoch, und das ist nach den ersten beiden eher langweiligen Teilen der Serie ein plus, keinen Abbruch.
Die Story dreht sich um einen jungen Wachmann in einem chemischen Labor, das auch mit Genen manipuliert. Als ein Überfall geschieht, und der junge Wachmann den Tod seines älteren Kollegen mit ansehen muss, lässt er sich Spinnenblut der Versuchstiere injizieren, um endlich seinem Idol (dem Arachnid Avenger aus dem Comic) ähnlich zu sein. Danach beginnt seine Transformation, die auch schließlich zu seinem Tod führt.
Die Story klingt eher nach feinstem Trash, und die Gefahr ist gross, dass hier an niedere Instikte appeliert wird. Das Gegenteil ist der Fall. Ähnlich wie bei Cronenberg’s „The Fly“ (nur weniger ausgeprägt) wird hier eigentlich einfühlsam der Versuch eines jungen Mannes geschildert, endlich ein Held zu sein, auch, um seiner hübschen Mitmieterin zu imponieren. Dies geht jedoch, wie in allen guten Horrorfilmen, in denen eine Liebesgeschichte und Experimentierwahn vermischt wird (so Return of the living dead 3 und auch Cronenberg’s The Fly), gründlich schief, und am Ende steht die körperliche Vernichtung eines Wesens, das nichts menschliches mehr hat.
Die Effekte sind gut gemacht, aber man erwarte nicht zuviel: Wände hochlaufen, aus einem Loch oberhalb des Bauches wird Netzflüssigkeit versprüht, und einige Strolche fliegen durch übermenschliche Kraft quer durch den Raum. Die Effekte sind somit gut plaziert und wirken nicht aufgesetzt.
Dieser Film ist eine gelunge Adaption des alten Stoffs. Ausser guten Schauspielern, schnellen Schnitten, guter Musik und einem eher traurigen Ende ist vor allem eines erwähnenswert: der Gehalt an Gewalt ist gering, und das tut dem Film gut. Gewalt dient hier niemals dem Selbstzweck.
Alles in allem ein gutes Stück Gruselfilm, der der Creature Features-Reihe voll gerecht wird. Sehenswert. 8/10

Details
Ähnliche Filme