Außenseiter Quentin arbeitet als Wachmann im genetischen Versuchslabor des Unternehmens ´BiochemCo´. Als sein väterlicher Kollege bei einem Überfall getötet wird, injiziert sich Quentin aus Schuldgefühl ein neuartiges Spinnenserum, daß ihn in sein Idol, den Comic-Helden ´Arachnid Avenger´, verwandeln soll. Zunächst ist die Wirkung wie erwartet und es gelingt ihm sogar, seinen Schwarm Stephanie vor einem gesuchten Serienkiller zu schützen. Doch treten schnell unangenehme Nebeneffekte auf, die Quentin in einen mörderischen Hybrid aus Mensch und Spinne verwandeln.
Wer schon immer wissen wollten, wie eine Mischung aus den Filmen Spiderman und Die Fliege aussieht, solte hier mal einen Blick riskieren. Eigene Ideen hat dieses Creature Features Mitglied allerdings kaum zu bieten. Vielmehr gehts mal wieder um einen gesellschaftlichen Underdog, denm schwächlichen Wachmann Quentin, der sich mal kurz ein Spinnenexperimental in die Vene jagt und sich so an seinen Peigern rächt und mit den neu gewonnenen Superkräften auch anderen Menschen zur Hilfe eilt, soweit so Spiderman. Natürlich können auch Spinnenfäden aus der Brust geschossen, Menschen meterweit durch die Luft geworfen werden und auch die Äußerlichkeit mutiert immer mehr zu einem arachniden Design.
Hier verläßt der Film den Spiderman Klon Bereich und geht zum tragisch menschlichen Part von der Fliege über. Quentin kann seinen Freßtrieb nicht mehr kontrollieren und beginnt sogar aus Gier zu töten. Da kommt dann noch die schöne Nachbarin ins Spiel, der er seine derangierte Visage nicht zeigen möchte, sich einen minimalen menschlichen Teil bewahrt und sich am Ende freiwillig erschießen läßt. Dioe Darsteller wirken dabei sehr sympathisch und die Story spielt sich so ganz angenehm. Völlig verschenkt sind dabei die vermeintlichen Zugnummern Dan Aykroyd und Theres Russell, die einen völlig unerheblichen Subplot runterspulen auch sonst nicht mit oscarreifen Leistungen glänzen.
Die Story unterscheidet sich dabei wohltuend, von diesen ganzen neuen Superheldenzeugs in den Kinos, der Loser par excellence, bekommt nicht die Frau seiner Träume und stirbt am Ende eines tragischen Schicksals. Vielleicht hätte man doch noch ein wenig am Script arbeiten können, denn häufig tritt der Filn auf der Stelle oder zeigt die Eheprobleme des Ermittlers, die wirklich null und nada mit der Handlung zu tun. Immerhin sind die Masken und Effekte für das vermutliche Budget sehr gut ausgefallen. Als Zuschauer lernen wir noch nebenher das es verdammt schwierig ist wenn man über ein Supergehör verfügt und sich ein Kakerlaken Furz wie ein startender Jet anhört (über die Stelle muß ich immer noch grinsen). Am Ende eine nette Comic Comedy, aber mit deutlich vorhandenen Schwächen.
6/10