"Moon" - was habe ich mich auf diesen Film gefreut. So sehr, dass ich nach dem Betrachten sagen kann: Gott sei dank ist der zu Ende und Gott sei dank, bin ich nicht eingeschlafen um doch noch ein Review zu verfassen...
Tut mir leid Jungs und Mädels.
Ich habe mit Sicherheit kein fulminantes Action-Kino erwartet, aber einen intelligenten Science-Fiction-Film mit Sinn und Verstand, vielleicht gepaart mit subtilen Unruhestörungen, aber leider erreichte mich der Plot überhaupt nicht.
Sam Bell (Sam Rockwell) sitzt in einer nicht allzu fernen (möglichen) Zukunft auf dem Mond und verwaltet dort in einer Basis die Energie-Ressourcen für die Erde. Sammy macht das nun schon seit drei Jahren - und sein einziger Gesprächspartner ist der Roboter "Gerty", der mit ihm kommuniziert und in altbackenen C64-Smilies seine Emotionen ausdrückt. Ungefähr zwei Wochen hat Sam-Boy noch vor sich, bevor er zu seiner Familie darf und er durch den nächsten Mitarbeiter abgelöst wird. Doch ausgerechnet jetzt bekommt Sam Deluxe "Hallos" und weiß nicht, ob er seinem Verstand noch glauben soll. Und - dank des Trailers - kann man natürlich verraten, dass Big "S" einen Unfall hat und von einem Menschen, der eigentlich (noch) nicht da sein dürfte, gerettet wird. Und dieser Mensch (hüstel) sieht ihm verdammt ehrlich. Es könnte sogar sein Zwillingsbruder sein... Und leider wird schon nach 23 Minuten die Therorie aufgegriffen, dass
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beide evtl. Klone sein könnten von einem Menschen, den es wirklich gibt bzw. gab.
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Diese Konstellation wird ohne Überraschungen oder Wendungen beibehalten. Klar, man kann dem einen Sam beim vor sich hin vegetieren zuschauen, dem anderen bei der Suche nach den Antworten - oder eben beiden, wie sie versuchen, eine bestmögliche Lösung für alle Beteiligten zu finden - und das ist der menschlichste Trieb von Allen: Überleben.
Nur eins ist eben en masse vorhanden: Langeweile pur!
Atmosphäre kommt höchstens bei den wirklich gelungen Mond-Sequenzen auf und bei der Einblendung der "Rettungs-Crew", die schon bald da sein würde. Es fragt sich eben nur, aus welchem Grund sie kommen, die Profil-Bilder würden sich auf jeder Polizei-Wache gut machen...
Naja, es ist eben so, als würde ich mir einen Science-Fiction-Film reinziehen, der von "Den Grünen" erstellt worden ist, was geworden wäre, wenn die Künast endlich mal Pfand auf Eierschalen verlangen würde. Oder doch lieber noch die "violette Tonne" für benutze Tampons und Klopapier einführen ?
Klar, es wird ein Thema angesprochen, das es in unserer jetzigen Welt schon gibt, jedoch noch in den Kinderschuhen steckt. Vielleicht wird auch einer sagen: "Joho, Regisseur Duncan Jones hat es damals schon 2010 prophezeit..." Die Ideen und Ansätze sind wirklich gut.
Aber wenn ich schon so ein Fass aufmache, frage ich mich evtl auch, was aus den Menschen auf dem Planeten "Erde" geworden ist, bzw. was es für eine Gesellschaft noch gibt. Selbst wenn ich alle Interprätationsfreiräume durchspiele, ergibt sich kein Sinn in dem Ganzen.
"Moon" hat, egal was ich für einen Ansatz verfolge, einfach nur ein Gähnen für mich übrig. Für die schönen Außenaufnahmen gibt es immerhin noch:
2/10 Punkte