Mit dieser kleinen Independent-Produktion wäre wieder einmal bewiesen, dass es keine Zig-Millionen Dollar braucht, um intelligentes, spannendes und innovatives Kino zu kreieren. Duncan Jones´Regiedebut handelt von einer Selbstfindung der etwas anderen Art. Der großartige Sam Rockwell stellt einen Arbeiter auf dem Mond dar, der endlich - nach drei Jahren einsamer Maloche - kurz davor steht, seinen Heimatplaneten und seine Familie wieder zu sehen. Bereits hier offenbart sich die ganze Meisterschaft des Regisseurs, schafft er es doch niemals Langeweile aufkommen zu lassen. Ganz im Gegenteil - eine subtile Spannung herrscht durchweg vor, natürlich auch deshalb, weil man als Zuschauer weiß, dass bald irgendetwas passieren wird. Und schon geht es los. Der Mann auf dem Mond beginnt unerwartet Dinge zu sehen und bemerkt seltsame Veränderungen. Als er zudem feststellen muss, dass ein Doppelgänger auftaucht, um seinen Arbeitsplatz zu übernehmen, schwant ihm Übles. Duncan Jones setzt seine ungewöhnliche Story linear und ohne Schnörkel um, jedoch läßt er immer wieder Interpretationsansätze offen und vermeidet, alles und jedes zu erklären. So darf sich auch der Zuschauer mit der Materie befassen, was für Nachhaltigkeit sorgt. Ein nachdenklich stimmender Thriller, der inhaltlich gar nicht so weit weg von unserer irdischen Wirkllichkeit zu sein scheint.