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Max Forrester verliert in einem Irakeinsatz seine Verlobte Sasha bzw. sie verschwindet vom Erdboden. Zwei Jahre später tauchen Videos auf, welche eine noch lebende Natasha mit der Terrororganisation Al Quaida in Verbindung bringen. Grund genug für Max eine Mission zu starten und Natasha ausfindig zu machen. Doch der korrupte und auf der anderen Seite agierende General Bunker übernimmt das Kommando und schickt sein Schattenteam los, um Natasha und Max zu töten, doch Max dreht den Spieß um.
Das Genre des billigen Kriegs/Action-Film ist zum Glück offensichtlich nicht totzukriegen und bietet seit den Golfkriegen und dem auftreten von Al-Kaida wieder jede Menge Möglichkeiten die Waffen aufzupolieren und wackere US-Soldaten heldenhaft gegen alles nur vage arabisch aussehende glorreiche Missionen zu erleben. Das Schattenkommando lebt diese Tradition fort und läßt jede Menge Uniformträger im Irak ihre Sandkastenspielchen durchführen.
Der Film krankt allerdings doch arg an seinem Drehbuch. Da spielen einfach zu viele Parteien mit die sich gegenseitig beharken und besonders die CIA dürfte mit dem Verhalten das ihre Agenten hier an den Tag legen nicht gerade amused sein. Dazu kabbelt sich US Army untereinander, ein Schattenkommando jagd die zwei Helden und benimmt sich blöder als eine bewaffnete Horde Pfadfinder, die Al-Kaida schwirrt noch rum und will ein paar Stinger Raketen im Sommerschlußverkauf erstehen und natürlich gibts noch unser Heldenpaar, das zwischen allen Fronten steht und sich gegenseitig nicht mehr trauen kann. Hinzu kommt das wirklich alle ein eher dämliches Verhalten an den Tag legen, das selbst ein Land wie Liechtenstein nach diesem Film eine erfolgversprechende Invasion der Staaten planen könnte.
Immerhin die Action stimmt einigermaßen, zu Beginn gibts gleich mal eine Geiselbefreiung mit ordentlich Waffeneinsatz, die wie alle Feuergefechte sehr einseitig ausfallen. Amerikanische Verluste 0, Irakis ca. 68. Dann allerdings versinkt das Geschehen in die doch arg rührselige Love Story, wobei wenigstens noch unklar ist, auf welcher Seite das holde Weibi eigentlich steht. Der Rest ist dann eher Standardware Verfolgung, Gefangennahme, Befreiung und schon sind wir beim Showdown, der genauso aussieht wie das Anfangsgefecht. Mehr als eine leichte Schießübung ist das nicht geworden und was ich den Machern da übelnehme, ist die völlige Verschwendung der Martial Arts Fähigkeiten eines Mark Dacascos. Anfangs darf er sein können kurz mal zeigen, danach wird ausschließlich nur noch geballert, schade schade.
Trotz eines geradezu beeindruckenden Auflaufs an bekannten Schauspielern aus der zweiten Reihe erledigen die nur einen Job und mehr nicht. Leute wie Tom Sizemore werden sich vermutlich fragen, was aus ihrer Hollywood Karriere geworden ist und andere waren sichtlich auf ihre Gage fixiert. Es gibt da so einiges was der Film besseres aus seinen Möglichkeiten hätte machen können. So bleibt meist sinnlose Ballerei und unfreiwillige Komik, die zwar recht nett anzuschauen ist, aber kaum jemand wirklich zufrieden stellt.
4/10

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