Der arbeitslose Schauspieler Jake (Craig Wasson) kommt vorübergehend in der Luxuswohnung eines Branchenkollegen (Gregg Henry) unter. Ein Teleskop lockt mit freier Sicht auf das Schlafzimmer der attraktiven Nachbarin (Deborah Shelton). Als Jake beim Spannen Zeuge ihrer Ermordung wird, stellt er Nachforschungen an, die ihn bis ins Pornomilieu führen…
Ein formvollendeter Thriller nach italienischem Vorbild, in dem das verunsichernde Gefühl des unmittelbaren Miterlebens die üblichen Fragen nach Tathergang und Motiv zu unbedeutenden Nebensächlichkeiten degradiert. Die einfallsreich erdachte, bravourös inszenierte Suche nach der Wahrheit fasziniert mit virtuosen Steadycam-Fahrten und überrascht mit altmodischen Rückprojektionen, frönt dem Feingeistigen ebenso wie dem Schmuddeleffekt, vereint überhaupt alle möglichen Gegensätze des Filmemachens mit einer solch unvermuteten und zugleich naheliegenden Selbstverständlichkeit, dass die aufregende Reise des Schauspielers durch die Niederungen Hollywoods nebenbei zu einer wohltuenden Revision üblicher Erzähl- und Qualitätsstandards wird. Die unauffällige und doch aufschlussreiche Natürlichkeit, mit der die Erzählung das Erzählen thematisiert, löst mit beispielloser Eleganz den scheinbaren Widerspruch zwischen Illusionsbildung und Illusionsentlarvung und schenkt dem Publikum das seltene Erlebnis, im selben Augenblick hypnotisiert und gekniffen zu werden.