Handlung:
Bei Schauspieler Jake Scully läuft es gerade wirklich nicht: aufgrund seiner Klaustrophobie vom aktuellen Film gefeuert, von seiner Lebensgefährtin betrogen und aktuell ohne Bleibe, will er einen Kollegen um Hilfe bitten. Dessen Bekannter, Sam, möchte helfen und arrangiert Jake vorübergehend eine Wohnung.
Nicht nur die Bude ist erstklassig, auch die Aussicht. Insbesondere auf eine Nachbarin, die bei sich gerne halb nackt tanzt. Während Jack sie beobachtet, fällt ihm allerdings noch ein zweiter Beobachter auf, der anscheinend wesentlich finstere Absichten hegt.
Meinung:
De Palma ist ja für seine Thriller bekannt, sogar so sehr, dass gerne mal Vergleiche zu Hitchcock fallen.
Auch der Tod kommt zweimal fällt perfekt in dieses Schema. Unser Protagonist wird in eine überaus gefährliche und undurchsichtige Situation verwickelt, die sich nach und nach als immer wilder heraus stellt. Ohne zu spoilern kann man nur so viel sagen: natürlich steckt dahinter mehr, als es anfangs den Anschein hat. Die Auflösung ist dabei clever konstruiert, so dass der Zuschauer nicht gleich alles errät.
Auch inszenatorisch ließ De Palma sich nicht lumpen. Gekonnt baut er in vielen Situationen Spannung auf, zieht den Zuschauer durch die voyeuristischen Elemente in seinen Bann und lässt ihn aktiv zum Zeugen, anstatt nur zum Zuschauer werden. Dass es dabei thematisch und auch von den Szenen an sich etwas gewagter wird als noch in den 50ern und 60ern, passt dabei natürlich gut ins Bild und dürfte in den 80ern auch so manch einem zu anrüchig gewesen sein.
Kurzum:
Sehr gut inszeniertes und clever konstruiertes Spannungskino