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Auf einer malerischen Karibikinsel will der Plantagenbesitzer Dr. van Molder einem bizarren Vodoo-Kult zu Leibe rücken. Seine Nichte hilft ihm dabei, gerät aber indes selbst immer mehr in den Bann dieser heidnischen Religion. Van Molder besitzt ein Buch, in dem das Geheimnis eines Schlangengiftes offenbart wird, das Menschen in zombieähnliche Kreaturen verwandelt. Der Dämon Damballah nutzt dieses Geheimnis, um damit Gewalt über die Einwohner zu bekommen. Auf mysteriöse Weise kommen daraufhin immer mehr Inselbewohner ums Leben ... Wird es seiner Nichte gelingen, sich aus diesen grauenvollen Machenschaften zu befreien?

Abgesang einer Filmlegende in vier Teilen, produziert in Mexiko. Der gute Boris mußte ja bekanntlicherweise auf seinen beruflichen Ruhestand verzichten, da er krankheitsbedingt für jede Arztrechnung einen Film drehen mußte. Und seien wir mal ehrlich, wirklich taufrisch sieht er nicht mehr aus, kann sich kaum noch bewegen, sondern spielt meist im sitzen. Seine natürliche Ausstrahlung besitzt er allerdings immer noch und stellt allein durch Autoritätsausstrahlung seine mexikanischen Co-Kollegen immer noch in den Schatten.
Die Story des Film an sich ist ziemlich simpel ausgefallen, man nehme die Worte Voodoo und Zombie, lasse ein paar Eingeborene (oder solche die zumindest vage so aussehen) tanzen und dabei ein paar Trommeln schlagen und füge noch einen ungläubigen neuen Polizeichef hinzu, der frisch aus Frankreich eingetroffen mit dem ganzen heidnischen Schnick Schnack aufräumen möchte. Zumindest wird dabei eine leicht morbide Grundstimmung erzeugt, die aber bei weitem nicht den ganzen Film tragen kann. Mit einfachsten Mitteln produziert, funktioniert Cult of the dead doch eher schlecht als Recht.
Die handlung wird als eher wüster Mischmasch präsentiert, da rennt eine Tussi rum die versucht die Menscheit durch Alkoholverzicht zu retten (klar da fang ich doch auf einer winzigen Provinzinsel an, und Mädel lies dir mal die Erfolgsberichte aus den Zeiten der Prohibition durch), eine silberlöckige Dame tanzt minutenlang durch die Gegend (was schon einen gewissen Teil der gerade mal 72minüzigen FSK 16 Version ausmacht) und generell soll wohl ein voyeuristischer Blick in eine fremde Wlt gezeigt werden, aber am Ende gibts doch nur die üblichen Voodooklischees zu bieten. Viel Sinn ergibt das alles hier nicht.
Auch wenn mal ein paar auf bleich geschminkte Zombies durchs Bild, allerdings ohne das durch die Auftritte das Gefühl einer echten Bedrohung entsteht. Das Ende fällt zudem auch recht schwach aus und die deutsche Synchro ist mal wieder gauenerregender als der Film selbst. Nee, den Film muß keiner gesehen haben und ist bestenfalls für Karloff Fanclubs interessant. Gnädige 4/10 aus Respekt

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