Schnorch...
...mal wieder ein pottenüberflüssiger „Psycho-Thriller“, wie es so schön inflationär heißt, dabei ist das eine simple Dreiecksgeschichte zwischen Studenten, die dem Zuschauer so richtig schön auf die Testikel (falls vorhanden) gehen.
Wir haben da einen intellektuellen Windbeutel, den noch windigeren Freund und Rachel Leigh Cook, die auch kaum mehr kann, als süß dreinzuschaun.
Sie hat einen Papi-Komplex, ist die Freundin vom Schlaumeier, rödelt aber mit ihrem Freund – kaum zu glauben, das man mit so einem Mumpitz fast 90 Minuten vollbekommen kann.
Wie uns die erzählerische Rahmenklammer heischen läßt, gibt’s natürlich einen ganz dollen Plot-Twist, dessen Möglichkeiten dermaßen begrenzt sind, daß man ihn sich kaum noch ansehen mag.
Besonders fragwürdig an dieser Produktion, ist die Scheißegalhaltung, die man als Zuschauer problemlos gegenüber allen Charakteren einnehmen kann. Unser Schlaumeier nervt, weil er nicht in die Puschen kommt und nie recht macht, was er will, Jonathan Rhys-Myers ist als Kumpel deutlich unterfordert und gibt den Standard-Saftarsch und die Cook hoppelt durch eine formlose Rolle, in der sie über ein unverbindlichen Lächeln nicht hinauskommt.
Gewalt und Spannung bleiben dabei schön außen vor und so fragt man sich, ob das als TV-Produktion nicht noch ein paar texanische Farmer ins Heu gejagt hätte. In dieser Form jedenfalls keinen Schuß Pulver wert. (2/10)