Recht behäbiger Episodenfilm.
Die britische Herkunft ist überdeutlich, was ich erstmal positiv werte. Doch leider mußte Komödien-Regisseur Long diesen Streifen extrem billig runterkurbeln.
Die Rahmenhandlung mit zwei Trotteln, die drei Tapes aus einer Videothek klauen, ist ganz nett, wird aber überhaupt nicht ausgenutzt. Bereits hier ist der Stil, wie später auch bei den Geschichten selbst, eher beiläufig.
Das bedeutet für den Zuschauer große Qualitätsschwankungen zwischen den storys und leider auch einiges an gepflegter Langeweile.
Die erste Geschichte dreht sich um einen alten Puppenspieler. Da hier der Kasper eine entscheidende Rolle spielt (räusper) wirkt diese Episode oftmals eher belustigend als beängstigent... Der Hauptdarsteller ist hier aber wirklich ordentlich, im Gegensatz zum Blutgehalt, welcher eher mickrig ausfällt. Gibt 'ne 4.
Die zweite Geschichte um ein geschenktes Haus und unheimliche Visionen, weiß da um einiges mehr zu gefallen. Unvorhersehbar und mit einem sehr gutem Schluß, kann diese Episode auch noch mit etwas optischer Härte punkten - das Sahnestück dieses tapes. Gibt 'ne 7.
Die letzte Geschichte zieht sich teilweise etwas. Ein Motorrad-Dullek will sich durch Gartenarbeit bei zwei Schrullen etwas Kohle verdienen. Doch die faseln was von Feen und schon wirds fahrig... Wirklich sehr mittelmäßig und auch ohne große Blut-action. Gibt 'ne 5.
Kein Highlight am Anthologie-Himmel, aber goutierbar. Für den kleinen Grusel zwischendurch reichts grad noch. Macht insgesamt 6/10.
MovieMadness