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Ein völlig neues Betätigungsfeld für Rob Zombie! Und er schlägt sich überraschend gut! Weder ist der Animationsstil in EL SUPERBEASTO weltbewegend, noch bietet der Humor irgendetwas, was nicht schon längst im Genre des Erwachsenenzeichentricks und Cartoonsatiren ausprobiert worden wäre. Viele der wöchentlichen gepinselten Erfolgsserien wie SOUTH PARK, FAMILY GUY, AMERICAN DAD!, UGLY AMERICANS oder RICK AND MORTY haben mit Splatter, Sex und Monstern in einigen Folgen schon ganz ähnliche Ergebnisse erzielt und eine vergleichbare Atmosphäre erschaffen. Und trotzdem ist das Ding verblüffend sympathisch, unverkrampft, steckt voller Energie, Filmzitaten und Gastauftritten von Kultfiguren (endlich mal Jason bei Rob Zombie!) und zeugt von ordentlich Selbstironie. Wenn doch die Realfilme des Herrn Zombie nur auch so unterhaltsam wären! Dann hätte ich nicht solche Probleme mit ihm.
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Schrill, bunt, blutig und total abgedreht. So in etwa könnte man Rob Zombies Ausritt in die Welt des Old-School-Zeichentricks bezeichnen. An jeder Ecke lauern durch geknallte und auf die Spitze getriebene Anime-Charaktere, deren Wurzeln oft in bekannten Vertretern des allgemeinen Horrorfilms sitzen. So trifft man Frankenstein Braut und Michael Myers, während im Hintergrund auch mal ein Jason in einer Warteschlange ansteht. Jede Menge nackte Haut. Und auf Moralische Werte wird hier ein großer Haufen gesetzt. Wer dem Zombie-Humor was abgewinnen kann sollte hier unbedingt mal ein Auge riskieren. Knappe 70 Minuten Unterhaltung für Freaks garantiert.