Review

Mit "Shaolin - Der Todesschrei des Panthers" liegt eine Mischung aus Drama und Eastern vor, die sich unglücklicherweise zu viel vornimmt. Der mit einem charismatischen Kam Kang in der Hauptrolle besetzte Film kann in den Kampfszenen durchaus überzeugen, hat auch einige Darsteller an Bord, die ihre Arbeit mehr als zufriedenstellend erledigen (an der Stelle erwähne ich mal wieder Lung Fei), scheitert aber in den wohl emotional, bzw. tragisch gedachten Szenen.
Prinzipiell ist die Idee hinter dem Ganzen ja ganz gut, allerdings fehlen dem Drehbuch dann doch ausgereifte Kniffe, um die Handlung anspruchsvoll wirken zu lassen.

Kam Kang spielt einen Dorfschmied, der "dummer Ochse" genannt wird. Vor seinem Dasein als Schmied musste er eine längere Haftstrafe absitzen. Zusammen mit einem ehemaligen Freund hatte er einen Raub begangen, wurde dann aber im Stich gelassen und von der Polizei gefasst. Nun werden im Dorf einige Bewohner überfallen und umgebracht. Dummer Ochse weiß natürlich sofort, dass nur sein ehemaliger Komplize dahinter stecken kann. Die Dorfbewohner halten allerdings ihn selbst für den Verbrecher. Zwei der drei Täter heuern derweil als Kungfu-Lehrer beim Bürgermeister an und versuchen immer wieder den Verdacht auf dummer Ochse zu lenken.
Ein Polizist versucht der Sache auf den Grund zu gehen...

Man kann sich natürlich vorstellen, dass alles am Ende auf mehrere Kämpfe hinausläuft, was ja auch Sinn und Zweck eines Kungfu-Films ist. Es ist auch nicht verwerflich, dass man versucht hat dem Zuschauer anspruchsvollere Ware zu bieten. Nur bei der Umsetzung hätte man sich mehr Mühe geben können. Jedes mal, wenn dummer Ochse zu Unrecht verdächtigt wird, fängt auch gleich eine Schlägerei an Stelle eines Gesprächs an. Nur in wenigen Szenen wird darauf eingegangen, dass man vorurteilsfrei auf Leute zugehen sollte, die einem fremd sind und dass sich Menschen mit der Zeit auch ändern können. Und wenn ich schreibe, dass darauf eingegangen wird, dann meine ich, dass es nur kurz in den Raum geworfen wird. Auch hier befasst sich keiner intensiver mit der Problematik. Schade eigentlich, "Shaolin - Der Todesschrei des Panthers" hätte ein richtiger Geheimtipp unter den Eastern werden können. So reicht es allerdings nur für unterhaltsame, aber ncht unbedingt in Erinnerung bleibende 80 Minuten.
07/10

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