Ein Klavierspieler macht sich auf die Jagd, um den Kopf von Alfredo Garcia zu beschaffen.
Story:
Die Tochter von El Jeffe ist schwanger. Er zwingt sie den Namen des Vaters preiszugeben. Dann schickt er einen Haufen Killer aus, die ihm den Kopf von Alfredo Garcia bringen sollen. Die Belohnung ist hoch. Zwei der Beauftragten fangen in einem Wüstenkaff ein Gespräch mit dem Klavierspieler Benjamin an. Dieser kennt Alfredo. Sie versprechen ihm einen Batzen Geld, wenn er ihnen den Kopf bringt. Von seiner Freundin Elita erfährt er, dass Alfredo schon längst Tod ist. Er starb bei einem Unfall. So fahren beide zu dem Grab und freuen sich auf leicht verdientes Geld und ein besseres Leben. Doch das Blatt wendet sich, als sie das Grab gefunden haben und von dem vermeintlichen Glück ist nichts mehr übrig.
Peckinpah inszenierte einen Film in denen es keine Guten, sondern nur Böse, auch keine Gewinner sondern nur Verlierer gibt. Dabei wird sich auf der Jagd nach dem Kopf vor allem auf das Paar Elita/Benjamin konzentriert. Peckinpah lässt mittels vieler Dialogen tief in zwei Personen blicken, die endlich von einem anderen Leben träumen. Doch das bleibt nur ein Traum, denn das Leben ist grausam. So wundert man sich auch nicht mehr über das pessimistische Ende.
Musik:
Sam Peckinpah verzichtet auch hier fast völlig auf Musik und lässt die Bilder für sich sprechen. Ein eigenartiger Stil, doch der Erfolg gibt ihm recht. Nur in einigen Dialogen zwischen Benjamin und Elita oder auf dem Friedhof bekommt man leise Klänge zu hören. Aber die merkt man auch kaum.
Atmosphäre:
Dieser Film ist sicher nicht für Zartbesaitete, denn in Peckinpah Filmen geht es hart zur Sache. Da wird schon mal eine Hure mittels plötzlichen Ellenbogenscheck der Kopf abgehackt. Morde werden in diesem Film regelrecht zelebriert. Besonders merkt man das bei Benjamins Rachefeldzug auf der Straße. Mit Schnitt und Zeitlupeneinstellungen war Peckinpah seiner Zeit voraus. Der Mix aus Zeitlupe und schnellen Schnitten wird zwar sparsam genutzt, offenbart aber dabei etwas spektakuläres was heute inzwischen Alltag ist.
Viel Wert wird übrigens auch auf klare Charakterzeichnung gelegt. So ist Benjamin eigentlich kein böser Mensch, er will nur mal so Leben wie er es sich immer erträumt hat. Dafür vergisst er alle Skrupel. Seine Freundin Elias sieht das leider anders, arrangiert sich aber zwangsläufig mit ihm. Als sie schon glauben am Ziel angekommen zu sein, wird alles zerstört. Von da an sinnt Benjamin nur noch auf blutige Rache, die er auch schnell in die Tat umsetzt. Bevor der Film ein trauriges Ende nimmt, fährt Benji bis zum Auftraggeber um seine Rachegelüste endgültig zu stellen. Mit blutigen Einschüssen in Zeitlupe (John Woo lässt grüßen ;-)) befördert er dort noch einige Männer ins Jenseits....
Schauspieler:
Warren Oates ist Benjamin der Klavierspieler. Mit überdimensionaler Sonnenbrille kämpft er für seinen Traum, der leider auch ein Traum bleibt. Er will endlich ein besseres Leben führen und würde dafür alles tun. Warren Oates glänzt eher durch Taten, denn durch Mimik. Allerdings hat sein Gesicht mit der Brille allein schon etwas Brutales an sich. Kein übermäßig guter Schauspieler, der aber die Figur des ewigen Kämpfers gut verkörpert.
Fazit:
Brutal, bösartig und pessimistisch sind die 3 Schlagwörter für diesen Peckinpah Klassiker. Im Leben gibt es nur Verlierer, so lautet die Botschaft Peckinpahs. Kompromisslose Action und eine geradlinige Story machen diesen Film unvergesslich. Klasse!