Review

Der Autor Bill folgt Leuten auf der Straße, beobachtet sie, zunächst wahllos. Dass das nicht lange gutgeht, versteht sich in Christopher Nolans Langfilm-Regiedebüt von selbst. Angelegt als eine Mischung aus Krimi und Thriller mit Noir-Elementen und präsentiert in Schwarzweiß ist das Werk gerade im Hinblick auf den frühen Zeitpunkt in Nolans Karriere interessant und auch per se nicht verkehrt. Man merkt dem knapp siebzig Minuten dauernden Spiel mit Zeitebenen und Verstrickungen aber auch eine ausufernde Ambition an. Das komplexe Konstrukt, seinen Noir-Bestandteil bedienend, wirkt dabei nicht ganz flüssig umgesetzt. Dennoch erkennt man hier schon Nolans Vorliebe für etwas vertrackte Stoffe und auch der Name Cobb verweist auf später. 

Für das extrem geringe Budget sieht das in Ordnung aus, Nolan übernahm neben der Regie auch die Kamera und das Skript. Das Ensemble agiert okay, insgesamt bietet „Following“ eine interessante Idee und eine für die gegebenen Möglichkeiten gelungene Umsetzung.  

„Everyone has a box.“ 

Interessantes Langfilmdebüt, das schon einen Ausblick auf das spätere Schaffen gibt.

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