Review

Kleinere Spoiler mit im Text

Grace

Was für eine miserable Gurke war das denn bitte? Der Macher hinter diesem, nennen wir es mal Film, ist der Regisseur Paul Solet (Grace). Zum Glück hat er außer diesem Film bisher nichts Weiteres gedreht, was für uns Zuschauer wirklich nur von Vorteil sein kann. Dieser Film ist einfach eine Beleidigung für die Augen und unterhält in keiner einzigen Sekunde. Dabei hatte sich die Story noch recht interessant angehört und das war ja auch der Grund warum ich mir diesen Murks überhaupt angesehen habe. Im Nachhinein bin ich mir allerdings nicht mehr sicher, ob ich beim Durchlesen der Inhaltsbeschreibung nicht doch besoffen war.

Um mir diesen Schund der Filmgeschichte nicht noch einmal vor Augen führen zu müssen, lasse die eine ausführliche Beschreibung der, nennen wir es mal Geschichte, in diesem Review mal lieber weg. Nur so viel sei gesagt: Eine Frau ist schwanger, dass Kind wird Tod zur Welt gebracht, aber lebt dann trotzdem. Das Kind ist nicht normal und trinkt Blut anstatt Muttermilch. Mutter fängt an Menschen umzubringen um ihrem kleinen Halbzombie zu ernähren, Ende. In dieser kurzen, aber meiner Meinung nach treffenden Beschreibung des Films, liegt auch der Hund begraben. Das ist nämlich alles was den gesamten Film passiert und mehr nicht. Die, nennen wir sie mal Schauspieler, agieren auf einem dermaßen emotionslosen Niveau, dass jeder Daily Soap Darsteller Oscar reif erscheint. Die Darbietung ist unterste, aber ganz unterste Schublade und zeugt nicht davon, dass einer von den Akteuren diesen Beruf, sagen wir mal, erlernt hat. Nach Spannung sucht man bei diesem Streifen vergeblich und man schaut an einer Tour aus dem Fenster und hofft vielleicht doch ein Eichhörnchen auf einem Baum zu erblicken, welches sich gerade sein Fell säubert, selbst das wäre Spannender. In Sachen Gore kann ich jetzt gar nicht mal sagen ob und in wie weit der Film da was zu bieten hatte. Da ich die ganze Zeit mit Kopfschütteln beschäftigt war, ist die eine oder andere Szene vielleicht auch an mir vorbei gegangen. Aber ein paar Tropfen der roten Suppe haben auf jeden Fall ihren Weg in dieses Meisterwerk gefunden und ganz unbrutal war der Film nicht.

Fazit: „Grace“ ist einfach scheisse, Entschuldigung das ich das jetzt so drastisch sagen musste. Die Story ist einfach richtig schlecht umgesetzt worden. Die Schauspieler sind fehlbesetzt wie ein Handballspieler beim Fußball und die Spannung hatte wahrscheinlich keine Lust an dem Tag und blieb dem Film einfach fern. Die Effekte sind billig und wenn überhaupt vorhanden, nur da um für den Moment zu schocken, mehr nicht. Leider funktioniert das aber nicht und der Film verkommt in der puren Langeweile zu einem Machwerk was man besser gleich wieder ausschalten sollte. Das Ende ist dann selbstverständlich noch mit einem Cliffhanger ausgestattet was auf eine grandiose Fortsetzung hoffen lässt. Soviel sei gesagt, dass Kind braucht jetzt mehr als nur Blut! Ich hoffe für uns alle, dass sich niemand dazu hinreißen lässt einen zweiten Teil zu drehen. Wenn doch sehen wir uns hier mit einem weiteren Review wieder, denn ich muss ja nach dem spannenden und nicht zu erwarteten offenen Ende natürlich wissen wie es weiter geht.

Persönliche Wertung: 1/10 Punkten.

Ich rate strikt ab.

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