Ein gigantisches Fischsterben, ein blutroter Fluss, ein Wüstendorf unter einer Eisschicht: Der Vatikan entsendet Pater Lucci (Peter Friedman), um die möglichen Vorzeichen der Apokalypse zu untersuchen. Gleichzeitig glaubt die schwangere Abby Quinn (Demi Moore), in ihrem eigenbrötlerischen Untermieter David Bannon (Jürgen Prochnow) den Boten des Weltuntergangs vor sich zu haben…
Mit einer kaum zu fassenden Naivität inszeniert der Exil-Ungar Carl Schultz die drohende Apokalypse als biblische Schnitzeljagd, verfällt genau auf jene eindimensionale Auslegung, vor der im Film noch gewarnt wird: die Bibel als Einkaufsliste zu lesen. Dabei hobelt er sorglos die okkulte Hülle von den unterliegenden Bedeutungsschichten ab, um daraus mystische Posen zu modellieren. Die falschen Fährten ergeben sich nicht notwendig aus dem Handlungsverlauf, sondern entspringen Schultz’ strategischem Kalkül, das nur dem Zweck dient, den Zuschauer an der Nase herumzuführen. Da hat das Buch der Bücher nun wirklich Besseres verdient.