Gerade das nette Filmchen geschaut und nicht enttäuscht worden. Wir bekommen hier einen im positivem Sinne lupenreinen Independent-Trashfilm
zu sehen, der gleichzeitig eine überzeichnete Hommage an den klassischen Kannibalenfilm darstellt. Hier werden fast alle bekannten Filme des Kannibalen-Genres inklusive mindestens einem Kult-Zombie-Film durch den Kakau gezogen, ohne diese zu diskreditieren. Wer aufgrund der Persiflage nun glaubt nur Humor auf Kinderniveau zu sehen, wird eines besseren belehrt. Die hier gezeigten typischen Kannibalen-Gore-Szenen sind echt gut gelungen und brauchen sich hinter den Originalen nicht zu verstecken. Die ein oder andere Szene übertrifft in Sachen Härte und Einfallsreichtum sogar noch die Originale. Ich sage nur..die "Penis-Cut-off" und eine der finalen letzten Fressszenen....extrem gorig, authentisch (Genrebezogen)...Klasse
Die deutsche Synchro wird von einigen bekannten Herren des Independentfilms gestützt...die Kollegen Krekel und Pape geben sich die Ehre. Allerdings ist die Synchro Geschmackssache. Das "nervige" des "Kindes" Billy war echt funny und passend. Die restlichen Stimmen hätten etwas rauchiger sein dürfen, wie damals üblich...trotzdem ist hier Fun-Faktor vorhanden. Auch die Anfangs-Credits taugen glänzend zur Belustigung. Hier wird fast jeder vergessene Star bzw. Schauspieler oder Regiesseur "persifliert"
Fazit: Viel guter, innovativer und klassischer Gore, Trash-Fun, Hommage-Wirkung und weitere Genreuntypische aber sehr nette kleine Einfälle machen Isle of the Damned zu einem echten Partyfilm par excellence 9/10