Da ist er, „Crank 2“ und erneut mit Jason Statham als Chev Chelios in der Hauptrolle. Moment mal, „Crank 2“ erneut mit Statham in der Hauptrolle??? Ist Chev am Ende des ersten Teils nicht aus mehreren hundert Metern Höhe auf den Asphalt geknallt? Ja ist er, aber das war den Filmemachern wohl ziemlich schnurz und so gibt es ein Sequel zu einem Film, bei dem wohl niemand dran gedacht hätte, dass es jemals eines geben würde.
Nachdem Chev Bekanntschaft mit der Straße gemacht hat, wird er auch gleich von einer asiatischen Gangstertruppe aufgesammelt, nur um ihm sein Herz zu mopsen. Stattdessen bekommt Chev ein elektronisches eingepflanzt. Sobald unser Junge auch nur halbwegs wieder geradeaus gucken kann, hat er sich schon aus dem provisorischen Krankenhaus befreit und ist auf der Suche nach seinem echten „Erdbeertörtchen“. Das Problem an der Sache ist aber, dass sein neuer Schrittmacher mit Strom gefüttert werden will und Chev schneller als ihm lieb ist unzählige Gangster am Arsch hängen.
Diese Sequelidee hat schon ziemlich abstruse Formen angenommen. Mit der Realität hat das schon lange nix mehr zu tun. Wer sich also an solch „kleinen“ Details stören könnte, der ist bei „Crank 2“ so richtig falsch. Denn von der bekloppten Grundidee einmal abgesehen, dreht der Film auch so ordentlich am Rad.
So geht es diesmal noch comichafter zur Sache. Die Charaktere sind noch überdrehter und auch die Action ist noch näher an einem Videospiel. Später darf sogar Godzilla like gekämpft werden. Ein viel zu hektischer Schnitt verhagelt derweil einige gute Ansätze, leider ein aktueller Standard im Actiongenre.
Ansonsten erwartet einen ein recht amüsanter Neuaufguss von Teil eins. Gift wurde gegen künstliches Herz ausgetauscht und das war es. Ansonsten ist alles wie beim Vorgänger, inklusive Knattern in der Öffentlichkeit mit der Freundin (erneut Amy Smart). Das ist kurzweilig unterhaltsam und kommt mit einigen frischen Ideen daher, hat aber gerade im Showdown schon mit deutlichen Abnutzungserscheinungen zu kämpfen, weshalb man hoffentlich auf einen dritten Teil verzichtet.
Insgesamt gesehen ist der Vorgänger klar der bessere Film. Da das Gezeigte hier aber immer noch relativ frisch serviert wird, kann man auch hier wieder seinen anspruchslosen Spaß haben.
Fazit: Wer auf derbe Gags und coole Action im Hirn-Aus Modus steht, der wird bei „Crank 2“ fündig werden. Wer allerdings den ersten Teil schon übertrieben fand, der sollte hier erst recht einen großen Bogen machen.