Review

"Die Jagd zum magischen Berg" ist der letzte Film mit Dwayne "The Rock" Johnson, welchen ich bisher nicht gesichtet hatte. Aufgrund der vorherigen, doch recht vernichtenden Kritiken hatte ich ihn auf die lange Bank geschoben und einen Blindkauf tunlichst vermieden. Nun war also der Tag da, wo ich ihn mir auslieh und genug Muse zur Sichtung hatte.

Nach dem extrem schwachen "Tooth Fairy" und dem durchschnittlichen "Daddy ohne Plan" nun also die bisher letzte Kinderkomödie. Doch ob hier wirklich Kinder einen Blick wagen sollten, ist durchaus Zweifelhaft.

Die Geschichte um den Kriminellen Ex-Rennfahrer Jack Bruno (The Rock) welcher sich die Tage als Taxi-Fahrer verdingt ist anfänglich recht amüsant. Doch urplötzlich driftet alles ins unwirkliche ab. Ein UFO klatscht auf die Erde, Men in Black jagen die Aliens. Jene Aliens in Kindergestalt plündern einen Bankautomaten und setzen sich zu Bruno ins Taxi, welcher sie zum Rettungsschiff am "magischen Berg" bringen soll. Eine wilde Tour-de-Force beginnt.

Dwayne Johnson agiert hier etwas unsympathischer als gewohnt. Sein Charakter gibt allerdings auch laut Drehbuch etwas Grobheit mit sich. Auch körperlich scheint er etwas mehr ausgezerrt zu sein als sonst. Seine Darstellung ist aber recht passabel. Das Hauptproblem bei "Witch Mountain" sind die Kinderdarsteller. Jene agieren so penetrant ätzend, das man sich wünscht, die noch alberner spielenden "Men in Black" Ciarán Hinds (In Bruges, There will be Blood), Tom Everett Scott (An American Werewolf in Paris) und Chris Marquette (Freddy vs. Jason, Alpha Dog) würden die Bälger endlich auf dem Seziertisch festschnallen. Denn das, ist das böse Ziel der "schwarzen Männer". Nebenbei wird das Trio, das bald durch Carla Gugino (Watchmen, Righteous Kill) zum Quartett wird, von einem intergalaktischen Bountyhunter quer durch die Weltgeschichte gejagt.

Klingt natürlich spektakulär und wahnsinnig spannend. Ist es aber nicht. Der Film plätschert extrem zäh vor sich hin. Die Effekte sind gnadenloser Durchschnitt und das Finale aufgebläht wie ne drei Monate in der Weser treibende Wasserleiche.

Fazit:

Durchschnittliche, darstellerische Leistungen gespickt mit viel Nonsens, noch mehr schwachen Effekten und einer gähnend langweiligen Storyline. Disney gibt sich inzwischen anscheinend für jeden Mist her. Schade drum, da war eindeutig mehr drin!

3,5/10

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