Review

Nach der ultra-derben Fortsetzung waren ja einige "Feast"-Fans im Besonderen und Horrorfans im Allgemeinen etwas geschockt über der Derbheit die dort zelebritiert wurde. Ändert Teil 3 etwas daran?

"You just kicked the shit outta him. Litterly!"

Auch wenn dieser Jemand das jetzt vielleicht etwas mehr verdient hatte als noch Honey Pie in Teil 2, als Bartender einfach komplett durchgedreht ist. Die weitere Flucht setzt natürlich genau am Ende des letzten Films an, was aber schon etwas dreist wirkt. Ganz so, als habe man krampfhaft versucht ein Drehbuch auf zwei Filme zu strecken.
Aber dafür bekommt man hier wortwörtlich "The Happy Finish" geliefert, denn ohne so extrem große Kack'n & Kotz-Szenen wie noch zuvor geht es hier sehr flott weiter. Mit einem ganzen Heer von "Pukern" und noch einem monströseren Monster kann man innerhalb der knappen Laufzeit rechnen. Manch derb-humorige Szene darf da auf dem Weg auch nicht fehlen, die aber nie in die extreme Richtung der "Autopsie"-Szene kommen. Mit einem trotteligen Kickboxer namens "Jean Claude Seagal" und einem bescheuerten "Priester" geht es sogar deutlich fröhlich weiter, was die neuen Charaktere angeht.

"You don't need arms to kick ass!"

Störend fallen aber auch einige Elemente auf. Eine mehrminütige "Flash"-Sequenz, in der durch Stroboskop-Effekte immer nur einzelne Bilder aufblitzen geht gehörig auf die Augen und bei manch einer eingeschoben wirkenden Dialogszene habe ich immer noch das nagende Gefühl, dass hier schlicht ein Drehbuch für einen kompakteren, besseren Streifen in zwei Hälften gesplittet wurde.
Mit etwas weniger großen Wiederholgunsmomenten und ein paar kürzer-knackigeren Gross-Out-Einlagen wäre da ein krasser Spaß draus geworden. So muss man schon einen sehr schwarzen und absurden Humor haben und auch noch eine gehörige Portion Sinn für trashigen Charme haben, um dem Ganzen etwas abgewinnen zu können.

Wem Teil 2 gar nicht geschmeckt hat, der könnte vielleicht noch mal antesten, denn wie gesagt, flotter und nicht ganz so grimmig ist es dann schon, aber vom Humor her doch schlicht "der gleiche Film". Wer ansonsten beim Vorgänger schon Spaß hatte sollte sich den Streifen schnellstmöglich besorgen. Aber so viele Leute sollen das ja nicht gewesen sein...

Und beim fast schon Takashi-Miike-mäßigen Ende steht man schon etwas baff da, wenn dann sogar im netten Abspann-Song noch von einem möglichen Feast 4 gesungen wird. Dann vielleicht mit mehr Erklärungen warum und weshalb, aber vor allem hoffentlich mit einer Geschichte in einem Film.

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