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Der Wahnsinn findet ein Ende: Mit dem dritten Teil der Hardcore-Splatter-Reihe "Feast" bekommt die Trilogie einen Abschluss der vollkommen abgedrehten Art. Inhaltlich schließt "Feast 3 - The happy finish" direkt an den Vorgänger an, was angesichts von dessen Cliffhanger kein Problem ist - der zweite Teil wurde ja quasi mitten in einer Actionszene abgebrochen. Die weitere Entwicklung der Story lässt sich hier nun kaum noch nachvollziehen: Die Überlebenden kämpfen sich weiter durch die Stadt, suchen verzweifelt einen Ausweg und landen schließlich in der Kanalisation, wo es zu finalen Kämpfen mit Monstern, Mutanten und seltsamen Gestalten kommt.

Inhaltlich bleibt das alles so dünn und ideenarm wie der zweite Teil: Eine schleppende Dramaturgie, blasse Stereotypen, die völlig unnötigerweise anfangs noch einmal per flapsigen Texteinblendungen vorgestellt werden, und ein Einer-nach-dem-anderen-Prinzip, das sich erstaunlich viel Zeit nimmt, um in die Gänge zu kommen. Dazu gesellen sich Anschlussfehler, Logiklücken und eine insgesamt reichlich willkürlich wirkende Inszenierung, was den Spaß am blutig-ekligen Geschehen deutlich mindert. Eine einzige voll und ganz gelungene Szene gibt es, wenn ein weiterer vermeintlicher Held frühzeitig ausscheidet - diese ironische Idee wird aber allein in diesem kaum 80-minütigen Streifen so oft wiederholt, dass sie auch den letzten Rest Spaßfaktor verliert. Abgerundet wird dieses inhaltliche Vakuum mit einer der absurdesten Schlussszenen der Filmgeschichte - hier fehlen einem wirklich die Worte. Einzige Erklärung für diesen Stuss ist wohl, dass die Drehbuchautoren in ihrem Streben nach ironischer Brechung weit übers Ziel hinaus geschossen sind.

Ansonsten glänzt "Feast 3 - The happy finish" eher durch das Fehlen origineller Ideen, schlampig hingekleckste Computereffekte und eine mit der Zeit enorm nervtötende verwackelte Kameraführung. In manchen dunkel gehaltenen Kampfszenen kann man aufgrund der notorisch auf und ab springenden Kamera kaum etwas erkennen. Einzig das Monsterdesign ist und bleibt gelungen eklig und auch die Splatter-Effekte dürften jedem hartgesottenen Genre-Fan das Herz höher schlagen lassen: Was hier an zerfetzten Körpern, literweise Blut, Schleim und Eingeweiden zu sehen ist, gehört wirklich in den Bereich des Extreme Horror. Zumindest dieses Ziel also erreicht der Film.

Viel mehr als extreme Splatter-Bilder und zwei, drei wirklich ironisch-witzige Szenen hat aber auch der Abschluss der Trilogie nicht zu bieten. Die Figuren bleiben austauschbar bis nervend, die Story ist vollkommen Banane und verliert mit jeder Filmminute zusehends an Zusammenhang und Verstand, und so manche Geschmacklosigkeit hätte man sich wirklich sparen können - etwa ein Monster, das einen abgetrennten Kopf frisst und ihn - in Nahaufnahme - direkt wieder ausscheidet. Solcherlei Niveaulosigkeiten zusammen mit der schwachen Inszenierung lassen "Feast 3 - The happy finish" nie über schlechten Hardcore-Splatter hinaus kommen. Eklig, aber sinnfrei und keinesfalls sehenswert.

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