Diese Dokumentation über das Schaffen der Doors verrennt sich leider in einer simplen Nacherzählung bekannter Anekdoten über das wilde Leben Jim Morrisons. Über weite Strecken werden einfach nur die Begebenheiten erzählt, die schon in dem Oliver Stone-Film Verwendung fanden. Es gibt keine Interviews mit den verbliebenen Bandmitgliedern oder interessante Entstehungsgeschichten zu einzelnenen Songs. Der Film müsste eigentlich "Jim Morrison: When You're Strange" heissen, da der Fokus ganz klar auf den Eskapaden des charismatischen Frontmanns liegt. Auch ein Johnny Depp als Erzähler (in der englischen Originalfassung natürlich) haut es dann nicht mehr raus.
Für jemanden, der ein paar informative Fakten über die Musik der Band sucht, ist die Dokumentation eine große Enttäuschung. Einzig die teilweise interessanten und mir bisher unbekannten Videoschnippsel von Konzerten oder beiläufig gefilmten Backstage-Gesprächen machen den Film halbwegs interessant. Dafür gibt es von mir auch ein paar Gnadenpunkte.
Für Einsteiger in das musikalische Universum der Doors sicherlich geeignet, für den geneigten Fan allerdings nicht mehr als aufgewärmter Kaffee in einer neuen Tasse.