Plötzlich hustet beinahe die gesamte Menschheit auf einmal Blut und fällt tot um. Kaum haben sich die wenigen Überlebenden zu einer wankelmütigen Schicksalsgemeinschaft zusammengefunden, stehen draußen die verwesenden Leichname wieder auf und torkeln durch die Straßen. Mike, Emma und Carl ziehen sich aufs Land zurück und müssen besorgt feststellen, dass die Horden der lebenden Leichen zunehmend aggressiver werden.
Ähnlich wie die Twilight Serie ist Autumn der erste Roman einer ganzen Serie von Büchern. Für die Erweiterung, Autumn of the living Dead gehört dem deutschen Publisher mal gehörig die DVD übers Gesicht gezogen, denn der ahnungslose Konsument erwartet da natürlich einen Zombieschocker im Romero Stil, dem der Film zu keiner Sekunde gerecht werden kann. Eigentlich meine ich sogar mal gehört zu haben das sich Romero die Bezeichnung "living Dead" sogar urherberisch schützen ließ.
Was bei Autumn (ich bleib jetzt einfach mal beim Originaltitel) als erstes ins Auge fällt ist seine semiprofessionelle Machart, Kamera und Ton wirken eher so, als hätten sich ein paar Filmstudenten zusammengetan und mit Ihrer Aldi Kamera versucht ein selbstgeschriebens Script zu realisieren. Wie schon das FSK 16 Schidchen andeutet wird hier keine Schlachtplatte serviert, denn die Zombies fressen keine Menschen um sich zu ernähren, sondern sind hauptsächlich damit beschäftigt orientierungslos durch die Gegend zu wackeln. Brutalitäten werden beinahe gänzlich vermieden, auch von Seiten der Nichtinfizierten, die beinahe schon mit den Untoten spielen, mühelos durch sie durchlaufen können und einfach nur versuchen zu überleben, anstatt sich mit Waffen der Plage Herr zu werden versuchen.
Vielmehr versucht Autumn sich eher auf philosophischer Ebene dem Thema Zombie zu nähern. Das heißt übersetzt eigentlich das die Gewichtung auf Dialogen und nicht auf Action liegt. Es wird eigentlich hauptsächlich unendlich viel gelabert, ohne das trotz der recht langen Laufzeit irgendwas wesentliches passiert und ich muß zugeben ich habe zwei Anläufe gebraucht um den Film zu Ende zu schauen. Nicht das es eine schlechte Idee wäre sich einer Untoteninvasion von der dramatisch theoretischen Seite zu nähern, allerdings dann aber bitte nicht so dröge wie es Autumn hier vormacht. Vielleicht sollen ja noch weiter Filme folgen die sich an den (mir unbekannten) Buchvorlagen richten und diese sind dann etwas schwungvoller, aber das vorliegende Werk ist zu aufgeblasen um dauerhaft interessant zu sein, quasi das Deep Impact des Zombiegenres. Kein ganz schlechter Film mit einer recht interessanten Grundidee, aber die Ausführung hapert noch gewaltig.
3/10