Der kleine Ganove Matko lebt mit seinem 17-jährigen Sohn Zare in Jugoslawien. Nach einem schief gelaufenen Geschäft schuldeter dem alten Zigeunerpaten Dadan einiges Geld. Weil Dadan seine
Schwester Ida endlich verheiraten will, machen die beiden ein Geschäft: Matkos Sohn Zare heiratet Ida und dafür erlässt ihm Dadan die Schulden. Dummerweise sind sowohl Ida als aoch Zare schon anderweitig verliebt und versuchen verzweifelt, diese Heirat zu sabotieren.
"Schwarze Katze, weißer Kater" bringt uns in die uns fremde Welt der Zigeuner auf dem Balkan. Aber diesmal werden sie nicht, wie in anderen Filmen, als wilde Gesellen dargestellt, sondern als eine kauzige Gesellschaft von Clan-Ältesten, Ganoven und lustigen Zeitgenossen. Das klingt wie der Albtraum eines jeden
Linken, ist aber ein liebevolles Portrait, weil es aus der Perspektive der Charaktere betrachtet wird, und nicht herabsetzend, sondern einfach witzig ist.
Die beiden jungen Leute, die gegen ihren Willen verheiratet werden sollen, sind eigentlich die einzigen "normalen"
Charaktere, und versuchen dem ganzen Unfug zu entgehen, der um sie herum angestiftet wird.
Der Film ist eine wirklich köstliche Komödie, und eine erfrischende Abwechslung zu den Hochglanzprodukten der US-Filmindustrie (gegen die ich aber auch nichts habe). Daß so ein "Aussenseiter" tatsächlich auch in unseren Breitengraden erfolgreich sein kann, zeigt der (relativ) hohe Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad des Films. Und er hat es absolut verdient!