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Ein TV Crew dreht auf einer einsamen philippinischen Insel mit dem Survival-Experten Seb ( Billy Zane) eine Doku über das Überleben im Dschungel. Doch obwohl die Insel scheinbar einsam und verlassen ist, sind sie nicht alleine. Im Dschungel lauert das Grauen: Aswangs, furchterregende Kreaturen mit Appetit auf Menschenfleisch und unstillbaren Durst auf das Blut schwangerer Frauen, lauern im Verborgenen. Als die Monster wittern das eines der weiblichen Crewmitglieder schwanger ist, beginnt die tödliche Jagt und der Kampf ums nackte Überleben.


Mit "Surviving Evil" bekommt der Zuschauer einen recht guten Creature-Horrorfilm geboten, der allerdings erst in den letzten gut 30 Minuten ein Szenario darbietet, das man sich gern etwas früher erwartet hätte. Dabei bietet die Geschichte eine wirklich interessante Grund-Thematik, handelt es sich doch um die legendären Aswangs, die laut einer Legende auf den phillipinischen Inseln ihr Unwesen treiben sollen und es dabei insbesondere auf schwangere Frauen abgesehen haben. So entwickelt sich im Prinzip eine wirklich interessante und phasenweise auch spannende Story, die aber leider ein Manko beinhaltet, denn es dauert eine geschlagene Stunde, bevor der Zuschauer das erste Mal die Aswangs richtig zu Gesicht bekommt. Denn bis auf die Anfangs-Sequenz des Films, in der ein kleines Dorf von den Kreaturen heimgesucht wird und in der die Aswangs lediglich schemenhaft zu erkennen sind, verläuft die erste Stunde der Geschichte doch recht actionarm.

Vielmehr werden einem die einzelnen Charaktäre etwas nähergebracht und man wird mit unterschwelligen Spannungen innerhalb des Kamera-Teams konfrontiert. Im Grunde genommen ist das noch nicht einmal negativ zu bewerten, allerdings hätte man die Einführung in das Geschehen auch durchaus kürzer halten können und so das Hauptaugenmerk mehr auf die Aswangs richten sollen, um die sich die Geschichte ja letztendlich dreht. Und trotzdem hat mir persönlich auch die erste Stunde zugesagt, denn von Beginn an entfaltet sich eine wirklich sehr gelungene und sich immer mehr verdichtende Dschungel-Atmosphäre, die mit zunehmender Laufzeit auch immer bedrohlichere Züge annimmt und sich fast schon zwangsläufig auf den Zuschauer überträgt. Ähnlich verhält es sich auch mit dem vorhandenen Spannungsbogen, durch kleinere Andeutungen wird die Spannung kontinuirlich gesteigert, bevor sie sich dann insbesondere im letzten Drittel des Films vollkommen entladen kann.

Und dieses letzte Drittel kann sich nun wirklich sehen lassen und ist zudem noch recht actionlastig, was doch für einige kleine Längen vorher entschädigt. Man bekommt auch manch härtere Szene geboten, ohne das jedoch der Härtegrad den Rahmen sprengen würde, was man aber bei einer 16er Freigabe des Films auch nicht unbedingt erwarten konnte. Insgesamt gesehen bietet "Surviving Evil" aber eine meiner Meinung nach gelungene Mixtur aus-Abenteuer-und Horrorfilm, die man sich jederzeit gut anschauen kann. Und dennoch kann man auch die Leute verstehen, die sich etwas mehr Action erwartet haben, die vor allem etwas besser über die ganze Geschichte verteilt gewesen wäre. So aber muss man schon etwas Geduld aufbringen, bevor sich die hier aufstauende Spannung auch wirklich entladen kann, doch wie sie dies dann schlußendlich tut, kann man als äusserst sehenswert bezeichnen.

Mir persönlich hat der Film gut gefallen, wofür allein schon die mehr als gelungene Atmosphäre verantwortlich ist, die hier wirklich die ganze Zeit über die Story begleitet. Hinzu kommen solide Darsteller, unter denen sich nicht gerade der nächste Oscar-Anwärter befindet, die aber solides Schauspiel zum Besten geben, das man auch schon weitaus schlechter gesehen hat, vor allem, wenn es um Creature-Horror geht. Im Endeffekt handelt es sich hier ganz sicher um kein cineastisches Meisterwerk, das höheren Ansprüchen genügen kann, jedoch sollten Horror-Fans sich größtenteils kurzweilig und spannend unterhalten fühlen, bei mir war das jedenfalls der Fall.


Fazit:


Meiner Meinung nach zählt "Surviving Evil" auf jeden Fall zu den besseren Creature-Horrorfilmen, die in den letzten Jahren den Weg zu uns gefunden haben. Mit etwas mehr Action in den ersten 60 Minuten wäre das Gesamtbild sicherlich noch besser ausgefallen, doch auch so ist dieser Film jederzeit für einen gut unterhaltenden und spannenden Film-Abend geeignet.



6/10

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