Review
von Leimbacher-Mario
Moonshine-kompatibel
„Bestie des Grauens“ aka „Missile To The Moon“ ist eine klassisch-trashige B-Movie-Sci-Fi-Produktion aus der dritten Schublade von unten der glorreichen 50er - ein Wissenschaftler startet mit einer sehr improvisierten Crew in seiner selbstgebauten Superrakete zum Mond. Doch schnell stellt sich das steinige Ziel der relativ plötzlichen und spontanen Expedition als alles andere als frei von Lebewesen heraus...
Wie eine Mischung aus „Flash Gordon“, „Destination Moon“ und „Forbidden Planet“ - nur nahezu ohne Budget, was dann wiederum eher Ed Wood'sche Gedanken aufkommen lässt. Eine Papprakete und blau gemalte Mondladies, eine riesige Höhlenspinne und klobige Steinwesen, Kriminelle als Crew und Macho-Vergewaltigungsversuche an der Tagesordnung. Auch wenn der reißerische deutsche Titel und das Plakat etwas daneben, übertrieben auftischen - „Bestie des Grauens“ hat mit seinen zackigen 74 Minuten und etlichen verrückten, eher schlecht als recht improvisierten Ideen definitiv Kultpotenzial und einige Portionen Wahnsinn im Petto. Das kann man niederschmettern und abwerten, als billig, mehr als angestaubt und mies deklarieren - oder diese baumelnden, völlig um sich selbst kreisenden und keinen Pups gebenden Eier und Sinnlosigkeiten einfach staunend und entertaint anerkennen. Sympathisch!
Fazit: sehr, sehr süßer und naiver Sci-Fi-Trash! Frisch aus den Autokinos der 50er. Bescheuert, lächerlich - aber unterhaltsam und herzlich. Kultiges Kinderprogramm heutzutage fast.