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Der Wissenschaftler Dirk Green plant, mit einer selbstgebastelten Rakete einen Trip zum Mond zu unternehmen... und da kommen ihm die beiden entflohenen Sträflinge Lon und Gary gerade recht, die prompt mit vorgehaltener Waffe zwangsweise als Crew-Mitglieder rekrutiert werden. Greens Assistent Steve Dayton und dessen Verlobte June Saxton schleichen sich kurz vor dem Start ebenfalls an Bord und ab geht's ins All. Während ihrer Weltraum-Reise gerät die Rakete in einen Meteoriten-Schauer, was zur Folge hat, dass Green 'ne schwere Batterie auf den dummen Kopf fällt und er den Löffel abgibt. Nach ihrer Landung auf dem Erdtrabanten (auf dem es übrigens auch Sauerstoff zum wegatmen gibt) gerät der Rest der Truppe in die Fänge einer dort hausenden Zivilisation von telepathisch begabten Frauen unter der Herrschaft ihrer blinden Königin Lido und muss sich einigen Stein-Monstern und einer ziemlich bedröppelt dreinblickenden Riesen-Spinne erwehren... Dass das Science-Fiction-Genre seit seinen frühen filmischen Anfängen in den folgenden Jahrzehnten nicht unbedingt einen Quantensprung gemacht hat, kann man prima an "Bestie des Grauens" feststellen, einem naiven 50er Jahre-Trashfilmchen, in dem es inhaltlich nicht viel anders zugeht als bei Georges Méliès und seiner "Reise zum Mond"... allerdings doch im direkten Vergleich irgendwie sehr viel fadenscheiniger, um einiges peinlicher und wesentlich weniger charmant. Regisseur Richard Cunha tischt einem da in einer Tour zunächst die damals schon nicht mehr gedeckten, wissenschaftlichen Schwachsinnigkeiten auf und verpackt den ganzen Quatsch in einer ebenso stupiden wie öden Handlung, die mit minimalem Produktions-Aufwand auf Zelluloid gebannt wurde... und erbringt damit aber zumindest mal wieder den Beweis, dass einem Ed Wood wohl doch eher zu Unrecht der Ruf des schlechtesten Regisseurs aller Zeiten anhaftet, denn gegen das hier veranstaltete Laientheater in Pappmaché-Kulissen nimmt sich "Plan 9 aus dem Weltall" geradezu inspiriert und wie großes Kino aus. Im Grunde handelt es sich hierbei auch nur um ein läppisches Remake des fünf Jahre zuvor entstandenen "Cat-Women of the Moon", dessen Story-Beats hier ziemlich genau nachgetrommelt werden. Nun ja, wer sich der Chose mit dem richtigen Mindset nähert und ein Faible für alten Billigheimer-Schrott hat, könnte aus dem Krempel aber ob der Auftritte der Mond-Mädels und so mancher ulkiger Monster-Kreation eventuell noch ein Quäntchen Spaß rauspressen. Wer das Genre aber eher casual angeht, für den hält die 50s-Science-Fiction-Sparte hingegen sehr viel amüsantere Vertreter dieser Gattung bereit, wie beispielsweise den "echten" kleinen Trash-Klassiker "Weltraumschiff MR-1 gibt keine Antwort", der "Bestie des Grauens" wirklich in jeder nur denkbaren Beziehung um Welten überlegen ist...

2/10

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