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Auch beim mehrmaligen Ansehen noch nicht wirklich warm werdender Heroic Bloodshed - Flick aus der Hochphase des Genres, der geschickt die üblichen Themen aufruft und verarbeitet, nur leider irgendwie trotzdem nicht involviert und dadurch zeitweise recht uninteressant und ziehend wird.
Sam [ Miu Kiu Wai ] wird gerade frisch aus dem Gefängnis entlassen und nach der Abrechnung mit 2 alten Feinden von HK nach Taiwan verschippt und gerät dort auch sofort wieder in einen Bandenkrieg. Um den zu klären unternimmt er zusammen mit dem unbedingt in die Triaden wollenden Crow [ Max Mok ] einen Abstecher nach Tainam, wobei sich Crow beweist und aufgenommen wird. Während Sam aussteigt und mit Crow's Schwester ein bürgerliches Leben beginnt, gerät Crow immer mehr in den Gewaltsog...
Der Film gerät erst sehr spät - eigentlich fast zu spät - wirklich in Schwung, und entwickelt dadurch wenig Eigenleben, wobei die heute sattsam bekannten Handlungsabschnitte nicht wirklich unschuldig daran sind, aber auch die Umsetzung nicht gerade nach Initiative schreit.
Schauspielerisch auch eher semiprominent besetzt vermögen die Hauptakteure keinen Bezug aufzubauen, Miu Kiu Wai spielt kalt wie ein Fisch, Max Mok hingegen übertreibt wieder einmal in der unbekümmerten Rolle am Anfang.
Ausserdem ist mit dem Newcomer Cheung Wing Jing eine recht wichtige Nebenrolle komplett fehlbesetzt; ist sein einziger Auftritt geblieben übrigens, haben wohl noch mehr so gesehen.
Letztlich wird der Film dann wirklich erst am Ende aktiv, als die Waffen ausgepackt werden, dann formiert sich auch der zähe Anfang als gelungener Prolog. Die dargebrachte Action dann ist recht ruppig, wenig beschönt oder gar ästhetisch.

Grundsolider Flick mit zu wenig Antrieb, dafür ein stimmiges Ende und teils gute Cameos.

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