Sehr guter Gänsehaut-Thriller!
Wer sich bei betrachten der Videohülle einen blutigen Splatterfilm erwartet (so wie ich) den muss ich leider entäuschen, denn bei Diagnosis handelt es sich nicht um eine sinnlose Gewaltorgie sonder eher um einen Grusel-Thriller der suptileren Art.
Splatter kann man in diesen Werk ziemlich wenig begutachten, denn außer einen Kopfschuss und ein paar blutiger Leichen gibt es nicht besonders viel zu sehen (dafür können wir den Film ungeschnitten genießen).
Der Film besitzt zwar ein paar Längen, Langweile sucht man jedoch vergebens, denn dafür ist der Spannungsaufbau viel zu gut der in ein unausweichliches Finale mündet.
Regiemäßig ist viel potential zu erkennen (vor allem für ein Erstwerk), wobei das Finale kurz und bündig mit genial zu beschreiben ist.
Die Schauspieler sind eher durchschnittlich, wobei eher negativ die Schauspielkunst unseres Löffelverbieger Uri Geller auffällt.
Die Story ist zwar relativ was neues, hat aber einen leichten Hauch von Trash.
Der Film strotzt aber nur so von neuen Ideen, nur einmal fiel mir auf das etwas von „Das Omen“ gestohlen wurde.
Die Atmosphäre versprüht den guten alten Italo-Charme und wirkt immer bedrückend. Höhepunkte des Films sind der Tod der Ärztin, der Aufsehers, die Fotoentwicklung (Omen lässt grüßen), und das tolle Finale.
Wie bei Medizin-Thriller so üblich, versuchte man einen kritischen Unterton beizumengen. Ob das aufgesetzt wirkt oder nicht muss jeder für sich selber entscheiden.
Fazit. Toller Gänsehaut-Thiller, der mit neuen Ideen, exzellenter Regie, interessanten Spannungsaufbau und grandiosen Fimale glänzt.
Ein eindeutiger Anseh-Tipp! 8/10