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Alex Proyas verstand es schon seinerzeit bei Dark City, eine ungemein düstere Atmosphäre zu schaffen die unter die Haut ging.  Mit Knowing hat er es geschafft diese gruselige Stimmung nocheinmal zu übertreffen.

Im Jahr 2009 wird zur 50-Jahr-Feier einer Grundschule in Lexington eine Zeitkapsel geöffnet, die 1959 dort feierlich  vergraben wurde. Die Schüler erhalten die sich darin befindenden Briefe mit den Wünschen und Visionen für die Zukunft, die sich die damaligen Schüler ausmalten.

Caleb, der Sohn des Astrophysikers John Koestler erhält den Brief der mittlerweile verstorbenen Lucinda. Dieser besteht jedoch nur aus anscheinend unzusammenhängenden Zahlenreihen. Erst später findet John heraus, dass es sich dabei um Zeit- und Ortsangaben, sowie Opferzahlen von Katastrophen der letzten 50 Jahre, einschließlich 9/11 handelt. Drei Katatrophen stehen jedoch noch aus und Caleb beginnt von da an seltsame Flüster-Stimmen zu hören...

Wer sich den blanken Horror erwartet ist hier falsch, auch richtige Schockeffekte kommen kaum vor. Der Film lebt von der düsteren Ahnung, dass es mit der Welt zu Ende gehen wird und dass diese Tatsache lediglich auf einem mit seltsamen Codes beschriebenen Stück Papier aus den 50iger Jahren vorhergesagt wird.

Kein Maya-Kalender, keine psychopatischen in Jesus-Sandalen und Sandwich-Werbetafel rumlaufenden "The-Ende-is-Near" Schreihälse, keine mysteriöse Seuche, keine Zombies. Die Story wird glaubhaft und realistisch erzählt und hängt sich zum Glück nicht an die zur Zeit herrschende 2012-Hysterie an.

Außerdem fiel die Wahl mit Nicolas Cage als Hauptdarsteller goldrichtig. Er verfügt über die nötige Symphatie und stellt den mit einem Mix aus zynischem Humor und Ernsthaftigkeit agierenden Wissenschaftler ausgezeichnet dar. 

Selbst heute, am 2. Tag nachdem ich den Film gesehen habe verspüre ich diese gruselige Stimmung immer noch, kaum zu glauben dass dies auch einmal ohne Horror möglich ist.

Ansehen!

7/10 Punkten

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