Milly ist auf Rache aus, nachdem vor zwei Jahren ihre Familie von Kriminellen brutal ausgelöscht wurde. Nachdem sie einen der Handlanger ausfindig gemacht hat, geht es der Gang an den Kragen.
In knapp 45 Minuten bekommt man eigentlich auch nur genau das zu sehen. Für einen Japan-Trash-Splatter-Film gibt es zwar wenige, aber okay gemachte Schnetzelsequenzen, doch sind diese recht kurz ausgefallen und trösten nicht über die zwischendurch herrschende Leere hinweg. Denn trotz der kurzen Laufzeit gibt es Längen zu vermelden - hauptsächlich während der Vorbereitungen auf den Showdown, welcher dafür ansehnlich inszeniert ist. Dazu gibt es immer wieder Rücklenden auf Millys Motivation.
Die Darsteller/innen sind allesamt nicht sonderlich professionell, machen aus dem Nichts an Story aber das Beste. Die Splattereffekte sind ordentlich, die CGIs (Hintergründe) gewohnt schrottig - hab aber schon Schlimmeres aus Fernost gesehen. Nur am Tempo bzw. an einer interessanten Konstruktion hapert es eben. Zumindest versucht man optisch mit ein paar Farbspielereien zu punkten, womit das Gezeigte nicht allzu trist wirkt.
So bleibt Teil 1 von "Hard Revenge Milly" ein kurzer, mit zu wenigen Splattereinlagen gesegneter und stellenweise zäher Kurzfilm, der für Genrefans trotzdem einen Blick wert ist.