Eine Gruppe Kerle fährt raus aufs Land, um dem heimischen Stress mit den Freundinnen zu entfliehen. Die ländliche Region entpuppt sich aber als ausgestorbener als gedacht. In dem verlassenen Einödkaff angekommen werden die Burschen nämlich von Axt schwingenden Zombieweibern empfangen. Der Grund: In dem Dorf grassiert ein Virus, der alle Frauen in untote Bestien verwandelt. Das Überlebenstraining kann beginnen…
Jake West, der uns bereits mit eher mittelprächtigen Filmen wie „Pumpkinhead 3“ oder „Razorblade Smile“, aber auch dem endsgeilen Funsplatter „Evil Aliens“ beglückte, kommt nun mit seinem neuesten Streich „Doghouse“ in die Videotheken.
Der Plot ist simpel und recht typisch aufgebaut, es werden verschiedene Standard-Charaktere aufgeführt (der Ladykiller, der Nerd, der Verpeilte, der Homosexuelle etc.), dazu noch eine ordentliche Prise Humor und die Parallelen zu „Shaun Of The Daed“ dürften selbst den Blindesten anspringen wie tollwütige Schimpansen.
Die Tatsache, dass alle Zombies hier Frauen sind, sorgt für einige zündende Gags. Die Jungs bekommen es mit einem Frisösen-Zombie zu tun, mit einer Zombie-Braut, einer Zombie-Oma, mehreren Zombie-Prostituierten, einer fetten Zombie-Fleischereifachverkäuferin… Da sieht man mal wieder, dass Frauen in höheren Berufen immer noch eine Seltenheit sind. Ganz schön sexistisch, die ganze Welt wie die Filmindustrie.
Der Zombieschar setzt man sich recht unfachmännisch und schlecht ausgerüstet zur Wehr, wie z.B. mit Golf- und Fußbällen, einem Fernsteuerauto und einem Super-Soaker-Flammenwerfer. Unser „Romeo“ im Bunde ist dann auch mal genötigt mit einem Zombie zu flirten. Diskutieren bringt bei den Zombieweibern aber natürlich rein gar nichts…
Gesplattert wird dabei herzlich wenig (Highlight: ein gespaltener Schädel). Dass man Zombies mittels Enthauptung ganz leicht Herr wird, haben die Jungs entweder im Eifer des Gefechts total vergessen oder aber sie haben zuvor noch nie einen Zombiefilm gesehen. Und auf die obligatorische Ausweidung wartet man hier leider auch vergebens. Gorehounds werden sich winselnd und vor Kummer kotzend hinterm Ofen verziehen. Der Plot hält aber trotzdem gut bei Laune, indem er die Protagonisten von dem einen Unterschlupf in den nächsten flüchten lässt. Somit ist „Doghouse“ ein Zombie-Happening, das man sich auch mit der Freundin reinziehen kann.
Unter den Schauspielern sind einige bekannte Gesichter, darunter Danny Dyer („Severance“) und Stephen Graham (der fiese Obernazi Combo in „This is England“). Und dem gar nicht mal so niedrigen Budget sei Dank, dass der Streifen mit einer gar nicht mal so unschmucken Optik daher kommt.
Splatter: (+)(-)(-)(-)(-)
Fun: (+)(+)(+)(-)(-)
Fazit:
Kurzweiliger Zombiespaß im Stile von „Shaun Of The Dead“ und „Lesbian Vampire Killers“. An der Klasse eines „Shaun“ schrammt „Doghouse“ zwar weit vorbei, allein die Zombieweiber rocken aber durchaus ordentlich.