Eines ist klar ."Es war einmal in Amerika" ist eines der brillantesten Gangsterepen,die je gedreht worden sind.Er muss,ob man das nun zugeben will oder nicht,zusammen mit "Der Pate 2" zu den Meisterwerken dieses Genres gerechnet werden.Hier stimmt einfach alles.Die Darsteller sind in Höchstform(mich persönlich hat James Woods sehr beeindruckt).Die Ausstattung ist vom Allerfeinsten.Sergio Leone,für den das hier ein wohl eher untypischer Film ist(drehte ja schliesslich fast nur Western),hat sich voll reingekniet und einen Film geschaffen,der an Komplexität und Atmosphäre wohl nur sehr schwer zu überbieten ist.Vor allem hervorzuheben ist die wunderbare Musik von Ennio Morricone(mein persöhnlicher Lieblingskomponist).Der Meister hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet und eine Musikuntermalung geschaffen,ohne die der Film nicht das wäre was er ist.Denn ein Grossteil der Atmosphäre wird dadurch getragen.So nun erst mal genug des Lobes.Denn auch "Es war einmal in Amerika" hat eine negative Seite.Nämlich, das der Streifen mit Sicherheit nicht jedermanns Sache ist.Denn dazu geht das alles viel zu lang und ist viel zu komplex und vielschichtig.Wer also nur auf kurzweilige Unterhaltung aus ist,für den ist dieser Streifen wohl nur stinklangweilig.Für alle wahren Cineasten jedoch ein Hochgenuss.Achso für alle die es auch ein wenig hart mögen: Ein paar kleine Brutalitäten sind natürlich auch dabei.Deshalb war die alte Videofassung auch ab 18 .Die Neuveröffentlichung auf DVD (von Warner Home Video) ist ab 16,und in Sachen Gewalt uncut.Trotzdem muss ich vom Kauf abraten,denn der Film wurde übelst nachsynchronisiert,und zwar so lustlos,das der ganze Film darunter leidet.Also dann lieber auf auf Video.Achso,eine Frage geistert mir schon ewig im Kopf herum.Warum hat dieser Meilenstein der Filmgeschichte keinen Oscar bekommen?Für mich völlig unverständlich.
Meine Wertung,natürlich 10/10.Und diese Note gebe ich so gut wie nie.