Review

Ca 12 Jahre musste Sergio Leaone darum kämpfen „Es war einmal in Amerika“ zu realisieren. 1984 war er dann endlich fertig und das Resultat ist schlicht und ergreifend ein absoluter Spitzenfilm.

Zur Story:
Bereits in ihrer Jugend führen Noodles (Robert DeNiro) und sein Kumpel Nick (James Woods) eine kleine Gang an.. Als ein Mitglied erschossen wird ersticht Noodles den Täter und einen Polizsten. Natürlich wandert er dafür in den Knast. Als er wieder rauskommt sind sie alle bereits erwachsen und aus der kleinen Bande sind mittlerweile „grosse Fische“ geworden. Alles hat sich verändert. Auch Noodles und Nick.

Ich weiss wirklich nichts negatives über diesen Film zu berichten. Klar... er dauert fast 4 Stunden, aber Langeweile kommt nie auf.. Für das erzählen der Geschichte hat sich Leone die Zeit genommen die auch nötig ist. Immerhin spielt der Film in 3 verschiedenen Zeiten. Das Auge wird ununterbrochen mit wunderbaren Kameraeinstellungen, sehr guten Kostümen, tollen Locations und tollem Schauspiel nahezu verwöhnt. Auch die Kinder machen ihren Job hervorragend.
Zu Robert DeNiros Leistung braucht man ja wohl nicht viel sagen, da der Mann einfach mit einem riesigen Talent gesegnet ist. James Woods zeigt hier die wohl beste Darstellung seines Lebens. Er spielt das Bandenoberhaupt mit leichtem Tick in schon fast erschreckend realistisch wirkender Art und Weise.
Die Musik von Ennio Moriccone ist auch ohne den Film ein Ohrenschmaus (naja... der Mann hat es halt einfach drauf)., aber in Zusammenhang mit den auf der Leinwand gezeigten Bildern lässt es dem Zuschauer schon fast ein wenig schauern.

Fazit:
Leone hat es geschafft einen Film zu schaffen, der 4 Stunden lang mit einer packenden Geschichte über verlorene kindliche Unschuld, Freundschaft, Gewalt, Vertrauen, Verbrechen und Verrat nicht nur unterhält, sondern auch ein wenig den Zuschauer zum Grübeln zu bringt.
Abgerundet wird das ganze mit sehr guten Schauspielern, einem Top-Score und einer wunderschönen Kameraführung.
GANZ klarer Fall... besser geht’s wohl kaum und deshalb bekommt Sergio Leones Meisterwerk auch 10 von 10 Punkten.

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