Alle Kurzkommentare


4

Ein Mammutwerk mit zig Drehbuchschreibern. Sicher: grandios ausgestattet, aufwendig. Aber es zieht sich, ist schmalzig, rührselig und die Handlung läuft wie in Zeitlupe ab (ich musste ja unbedingt eine restaurierte Langfassung sehen!). In jeder Variante ist das Gangsterbiografie-Epos auf 3 verschiedenen Zeitebenen aufgrund seiner Überlänge nicht gerade angenehm zu konsumieren. Allein das viel zu riesige Kapitel mit der Kindheit kommt einem trotz guter Jungschauspieler wie eine Folge von DIE KLEINEN STROLCHE vor. Der Zugang zu Robert De Niros Charakter oder auch seinen selbstgefälligen Kumpels fiel mir schwer, da sie sich immer wieder aus heiterem Himmel zu richtig fiesen und unnötigen Dingen hinreißen lassen: etwa zu Vergewaltigungen, teilweise auch bei der Liebe ihres Lebens! Andererseits liegen die paar Gewaltmomente soweit auseinander, dass sie schon wieder in ihrer Schockwirkung verpuffen.

10

Es war einmal in Amerika von Sergio Leone ist ein absoluter Meilenstein der Filmgeschichte. In diesem Film kann De Niro wieder beweisen, dass er einer der größten ist. Von der Regieleistung von Sergio Leone muss man mal wieder sagen, dass er unerreichbar ist. Der Film ist trotz seiner Länge von fast 4 Stunden zu keiner Minute langweilig, sondern bis zum Ende spannend. Die Filmmusik von Ennio Morrecone ist traumhaft wie fast jede von ihm. Für mich ist der Film eine glatte 10/10.

8

Eine sehr ergreifende Geschichte, die letztendlich über die Freundschaft von zwei Jungen berichtet, die sich aber mit dem Eintritt ins Mannesalter (und die organisierte Kriminalität) sehr stark wandelt. Während der Eine alles wollte und schließlich bekam, dafür aber über Leichen ging, hat der Andere eine bestimmte Linie nie überschritten und bestraft seinen ehemaligen Freund indem er ihm verzeiht. Großartige Schauspieler sowie die Szenerie mitsamt den Ausstattungen machen diesen Film zu einem Erlebnis. Leider kommen darin aber immer wieder Episoden vor, die sich doch sehr in die Länge ziehen.

10

Wer sich einen Filmabend der Extraklasse gönnen will, sollte sich diesen Film in den DVD-Player legen. Grandiose Bilder, eine verschachtelte Handlung über mehrere Jahrzehnte begleitet von der hervorragenden Musik eines Ennio Morricone. Gewalt, Leidenschaft, Humor gezeigt von Darstellern der Extraklasse. U. a. Robert DeNiro, James Woods, Elizabeth McGovern und Joe Pesci werden vom Meister seines Faches: Sergio Leone genial in Szene gesetzt. Die Bewertung 10 reicht meiner Meinung noch nicht aus!!! Eine Schande und gleichzeitig ein Armutszeugnis der Academy, dass dieser Geniestreich bei der Oscar-Verleihung seinerzeit leer ausging.

7

Gleicher Regisseur wie bei Spiel mir Lied vom Tod, gleicher Fehler, allerdings stimmt diese mal der Rest. Starke Geschichte, hervorragende (Jung)Schauspieler, dichte Atmosphäre, stimmiger Score. Einzig negativ wieder die zulange Laufzeit, manche Momente werden einfach gezerrt, das ist unnötig. Aber sehr interessant, wieviele verschiedene Charaktere eingebunden sind, spricht für die Abwechslung. Wäre es etwas gestrafft worden, gäbs mehr Punkte 7/10.

9

Meiner Meinung nach einer der besten Filme aller Zeiten. Sergio Leones Epos überzeugt durch einen eindringlichen und sehr deataillierten Erzählstil, superbe Darsteller und eine überzeugende Inszenierung. Selten gelingt es einem Film von solcher Länge den Zuschauer über die gesammte Dauer hinweg bei der Stange zu halten, Es war einmal in Amerika gelingt dies mit Leichtigkeit. Action steht klar im Hintergrund, das Hauptaugenmerk liegt auf den teils tragischen Charakteren und deren Schicksalen. Besonders faszinierend ist die Tatsache, das ganze Leben der Charaltere quasi an sich vorbeiziehen zu sehen. Der Zuschauer kann sich auf diese Weise hervorragend in die Charaktere hereinfühlen und die eher bedrückende Stimmung des Filmes erfasst auch den Zuschauer. Grosses, zeitloses Kino. A true masterpiece...

10

Dieser Film ist ein krönender Abschluß einer Trilogie über Amerika von Sergio Leone. Die Stimmung die durch Bilder, Musik und die schau-spielerischen Leistungen erzeugt wird, ist einfach nicht mehr zu toppen. Der Aufstieg und Fall einer Jugendgang bis zur erwachsenen mafiaartigen Bande ist in keinem Moment langatmig, was einem durch die Überlänge des Films schon mal so vorkommen könnte, bevor man dieses Meisterwerk gesehen hat. Die Brutalität in diesem Film erscheint einem schon fast ein normales Vorgehen in diesem Milieu und auch das Umgehen untereinander. Diesen Film sollte man nicht verpassen. Nur schade, dass bisher ein Erscheinen auf DVD bzw. ein ordentlich deutsches Tape nicht in Planung ist.

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