Review

Stag Night
(Koch Media) 

Stag Night
ist ein kleiner Horror B-Movie, der nicht zu unrecht an Filme wie Creep oder Mimic erinnert, macht er sich doch den Schauplatz des U-Bahn-Tunnelsystems effektvoll zu Nutze. Es wird natürlich auch in Stag Night (Junggesellenabschied) nicht das Genre neu erfunden, aber es gelingt dem Film, beziehungsweise Regisseur Peter Dowling, mit Hilfe von guten Darstellern und einer gut genutzten Atmosphäre einen unterhaltsamen Film für Fans zu kreieren.
Die Geschichte handelt von vier jungen Männern, welche ihren Junggesellenabschied in einem Stripclub feiern wollen. Um die nächste Party zu erreichen versucht man die letzte U-Bahn zu nutzen, wo man zwar nicht mehr auf die Bahn, jedoch auf zwei Damen aus der Stripbar trifft. In der Hoffnung, mit Hilfe einer unterirdischen Abkürzung auf eine Station zu treffen, in welcher noch eine Bahn fährt (wieso haben die Protagonisten in Horrorfilmen immer so dämliche Ideen???), beobachtet man plötzlich einen Polizisten, der zwei Individuen stellt, die ihn sofort niedermetzeln. Ab hier tritt dann das Grauen in Form einer Gruppe zerzuselter Psychopathen ein, deren Anführer Rob Zombie nicht unähnlich sieht. Da mit dieser Gang nicht zu spaßen ist, machen sich unsere Protagonisten auf die Flucht, nur um dem in Horrorfilmen üblichen Ausleseverfahren die Opferrolle zu übernehmen.
Dem geneigten Leser mag aufgefallen sein, dass das Drehbuch nicht vor Originalität überläuft, aber trotzdem muss ich dem Film einen großen Unterhaltungswert bescheinigen, denn auch wenn man ordentlich bei Creep oder Midnight Meat Train in die Hommage-Kiste gegriffen hat, so hat man dies doch mit Bedacht getan und nett aneinandergereiht. So entsteht ein Patchwork, welches den Fan a) gut unterhält, und b) ihn immer wieder wohlig an die vergleichbaren und vom Regisseur herangezogenen Originale denken lässt. Besser gut kopiert als schlecht neu erfunden!
Somit haben wir hier einen unterhaltsamen, recht blutigen Film, der mit einem gelungenen einstieg direkt das Tempo vorgibt, und dieses auch nahezu über die gesamte, mit 80 Minuten recht übersichtliche Lauflänge aufrechterhält.
Im Bonussektor des kleinen aber feinen Independent-Horrorfilmchens finden wir den Originaltrailer und eine Programmschau.
Stag Night ist für Genrefans eine wirklich angenehme Überraschung, bietet er doch gute, kurzweilige Unterhaltung für einen gelungenen DVD-Abend.  

CFS     

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